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24.09.2022
Bahnausbau Mühldorf - München und mehr
Geschrieben von Werner Holzner   
01.01.2008
Beitragsinhalt
Bahnausbau Mühldorf - München und mehr
Ausbau der Teilabschnitte
Elektrifizierung
Streik, Notfallkonzept und Sonstiges
Pressefahrt Wittenberge
Werk Wittenberge
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Was passiert beim nächsten Streik?

Sollten die Streitigkeiten zwischen der DB AG und der GDL nicht schnell geklärt werden, so wird es schon in wenigen Tagen zu einem erneuten unbegrenzten Streik kommen. Die Südostbayernbahn hat aber aus den bisherigen Streiks und Vorfällen gelernt. Die SOB hat ein Notfallkonzept erarbeitet, das inzwischen als Flyer verfügbar ist. Darin wird festgelegt, wie die verschiedenen Stellen der Bahn zusammenarbeiten sollen, um einen Bahnbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Das ist natürlich vor allem bei Störungen wichtig. Im Streikfall liegt ja eine andere Situation vor, weil die Strecke frei ist und die Züge fahren könnten, wenn jemand da wäre, der berechtigt und in der Lage ist, den Zug zu steuern. Falls es zu einem Streik kommt, dann wird die SOB bemüht sein, den Verkehr auf der Strecke Mühldorf - München weitestgehend aufrecht zu erhalten. Die anderen Strecken des Liniensterns Mühldorf werden nur nachrangig bedient. Diese werden, insofern die Züge ausfallen müssen, durch einen Schienenersatzverkehr ersetzt.

Die SOB hofft mit dieser Kombination, den Betrieb für die Pendler soweit aufrecht erhalten zu können, dass jeder mit dem Zug zur Arbeit und wieder nach Hause kommen kann, ohne dabei zu viel Zeit zu verlieren.

München Ost - Gleis 11

Alle Reisende, die in München Ost vor allem bei kleinen Verspätungen auf Gleis 11 eingefahren sind, kennen das Problem: der Weg zum Umsteigen ist um in Vielfaches weiter, als der reguläre Weg von Gleis 6, 7 oder 8. Dann sind die gewünschten Anschlüsse meist schon weg. Das liegt hauptsächlich daran, dass es auf Gleis 11 nur einen Abgang zum Tunnel gibt und sich alle Leute dort stauen.

Es wird sich aber an dieser Situation nichts ändern. Das Problem liegt beim Fahrdienstleiter am Ostbahnhof in München. Er legt die Fahrstraßen der Züge von der Einfahrt in den Bahnhof bis zu seiner Ausfahrt in einem Stück fest. Die Züge aus Mühldorf müssen die meisten und vor allem die Durchgangsgleise von Rosenheim zum Hauptbahnhof kreuzen, wenn sie auf den Gleisen 6, 7, oder 8 einfahren sollen. Damit blockieren sie diese Gleise eine ganze Weile. Da der Fahrdienstleiter sich nicht den Bahnhof sperren will und die Verspätung des Zuges aus Mühldorf nicht zu Verspätungen anderer Züge führen soll, werden diese Züge häufig auf Gleis 11 umgelegt. Dort blockieren die Fahrstraßen praktisch keine anderen Gleise. Also werden wir weitehin mit dieser gar nicht schönen Situation leben müssen.



Letzte Aktualisierung ( 23.05.2008 )
 
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