Antworten
- 45. Wieso hier Schnupftabak? (Kat. 8)
- #20230815 - #MariaHimmelfahrt - #schnupftabak - #schmalzler - #snuff -
Ich habe mich entschlossen, hier über ein paar Aspekte von Schnupftabak zu sprechen.
Warum?
Ich kam #1995 - nach #Bayern. - Um genau zu sein #Oberbayern - östlich von #Muenchen - im Landkreis #Erding - .LK Erding
Genau in diesem Jahr im Sommer (Juni) suchte ich eine Freizeitbeschäftigung, da ich zunächst allein hier wohnte. Ich mag das #Singen - und so trat ich gleich der #LiedertafelDorfen - bei.LiTa Dorfen In diesem Jahr hatte man geplant, das erste Mal das Freilichtspektakel Der Bierkrieg zu Dorfen auf dem Unteren Markt in #Dorfen - aufzuführen.Stadt Dorfen Ein Autor interviewte dazu noch einen - zugegeben damals sehr jungen - Zeitzeugen. Auf der #Bierkrieg - Homepage steht zu lesen,
Das Bühnenstück "Bierkrieg in Dorfen" basiert auf den Vorfällen anno 1910. Geschrieben wurde das Stück von Anton Renner, Alex Schubert und Sepp Beil (+). Das Festspiel wurde erstmals 1995 aufgeführt, es folgten weitere Aufführungen 1999 und 2010.
Die Liedertafel nahm am Stück teil mit einem kleinen Chor, der auf der Bühne dem Bräu (Brauereibesitzer) ein Geburtstagsständchen darbietet. Wir bekamen ungefähr historische Gewänder und nahmen auch an dem die Bühne umgebenden, historischen Markttreiben teil. Einer dieser Tage war es, daß ein älterer Teilnehmer mich bei der Hand nahm (wörtlich) und sagte:
Geh her, Bua, jetzt nimmst amoi a gscheide Priesn.
Das war meine erste Prise Schnupftabak. Der war damals schon alt und trocken und hat furchtbar in der Nase gekitzelt. Von da an beginnend beschäftigte ich mich weiter mit Schnupftabak und kam auf den Geschmack.
Im Weiteren möchte ich hier hauptsächlich über meine persönlichen Erfahrungen mit Schnupftabak berichten.
Im Zuge der Verbreitung von Schnupftabak in Europa nahm auch die Herstellung und Gestaltung von Behältern, Dosen und Flaschen für Schnupftabak einen Aufschwung. Einige wurden kunstvoll verziert.
⇑ zu den Fragen
- 46. Was ist Schnupftabak? Ja, ernsthaft. (Kat. 8)
- #20230815 - #Schnupftabak -
Es gibt heute auf vielen Seiten im Web Erklärungen und Erläuterungen, was Schnupftabak ist. In den weitesten Teilen werden sie sich überlagern und Ähnliches erzählen. Da es aber doch einige Unterschiede in der Beschreibung gibt, halte ich mich zunächst an wikipedia.de. Nicht alles, was in der Wikipedia zu lesen ist, ist immer zu 100% korrekt. Aber es gibt einen guten Überblick.
Frühe Belege finden sich lt. Wikipedia von einem Mönch Romano Pane. Dieser ist danach von Christoph Kolumbus auf seiner zweiten Reise mitgenommen und abgestzt worden auf der Insel Hispaniola. Dies war um 1496. In seinen Briefen berichtete er von durch Einheimische durchgeführte Rituale.
„Immer wenn die Könige ihre Götter um Rat fragen wegen ihrer Kriege, wegen einer Steigerung des Fruchtertrages oder wegen Not, Gesundheit und Krankheit, schnupften sie in ihren Tempeln das Kraut in ihre Nasenlöcher. [...] Das Pulver ist von solcher Kraft, dass es einem völlig den Verstand raubt.“
Weiter heißt es in der Wikipedia:
Im frühen 16. Jahrhundert dokumentierten portugiesische Seeleute Schnupftabakmühlen im heutigen Brasilien und Venezuela.
Heute gebräuchlicher Schnupftabak teilt sich in verschiedene Arten von Schnupftabak (Kat.8 FAQ 47)
⇑ zu den Fragen
- 47. Arten von Schnupftabak (Kat. 8)
- #20230815 - #Arten - #Schnupftabak
-
#Schmalzler -
Schmalzler ist ein geriebener Tabak, manchmal 2 bis 3 verschiedene Sorten. Dieser wurde früher tatsächlich mit Schmalz versetzt, um den Tabak haltbar und geschmeidig zu machen, und daß er schön fließt. Heute nimmt man stattdessen Öl, auch um den Schmalzler teil-industriell herstellen zu können. Bei dieser Art kommt es stark auf die Qualität des Tabaks an und das Mischungsverhältnis, um einen schmackhaften (ja!) Tabak zu erzeugen, der gut schmeckt. Aufgrund der guten Haltbarkeit und relativ wenig Zusatzstoffen ist er sehr verträglich und trocknet nicht so schnell aus.
Es ist wirklich so. Obwohl man die Prise in die Nase zieht und man daher hauptsächlich einen Geruch erwartet, hat das einen Geschmack. Schmalzler ist heute hauptsächlich im Süden Deutschlands (meist #Bayern - ) sowie #Oesterreich - und #Schweiz - verbreitet. Man bezeichnet ihn manchmal auch als #Brasil - .
#Snuff -
Snuff wurde ursprünglich zuerst in England hergestellt und fand von dort aus seine Verbreitung. Es heißt, dies sei der heute am meist hergestellte und verkaufte Schnupftabak. Der vermutlich größte #Hersteller - (nach eigenen Aussagen weltweit) ist die Firma Pöschl Tabak mit Hauptsitz in Geisenhausen.
Eine weiterer großer und bekannter #Hersteller - von Schnupftabak ist die Gebrüder Bernard AG in Sinzing bei Regensburg.
Im Unterschied zu Schmalzler ist Snuff ein pulverisierter Tabak (also viel feiner) versetzt mit einer Reihe Zusatz- aber hauptsächlich Geschmacksstoffe, meist Menthol. Durch seine feine Konsistenz trocknet er schneller aus und verliert damit langsam seinen starken Geruch.
#Zwiefacher -
Zwiefacher ist ein Experiment, die Charakteristiken beider vorangegangener Arten zu vermählen. Es ist letztendlich eine Mischung aus beiden. Der Schmalzler-Anteil macht den Zwiefachen gut verträglich und besser haltbar. Der meist deutlich schärfere Snuff gibt dem Zwiefachen einen ordentlichen Hieb Geschmack und macht ihn interessanter.
⇑ zu den Fragen
- 48. Wie schnupfe ich richtig? (Kat. 8)
- #20230815 -
Wie man richtig schnupft, bleibt am Ende jedem selbst überlassen und jeder muss für sich selbst den richtigen Weg finden. So gesehen gibt es kein richtig oder falsch. Bitte darauf achten, Schnupftabak ist ein Genussmittel und sollte in Maßen genutzt werden. Zuviel ist niemals gut.
Das Gefühl beim Genuss von Schnupftabak ist, als ob es die Nase frei machen würde. Das ist allerdings ein Trugschluss, da sich die Partikel beim Schnupfen in die Nase an die Nasenschleimhaut anlegen und so die Nase eigentlich "zu machen".
Es gibt auch so verrückte Dinge wie Schnupfmaschinen, die einen gespannten Mechanismus beim Betätigen entladen, wodurch der auf dem Gerät platzierte Schnupftabak mit viel Tempo in das Nasenloch geschossen wird. Ich halte davon nicht viel. Die einfachste Art ist selbst zu schnupfen.
Am Besten ist, man hält die Hand ausgestreckt vor die Brust mit leicht abgespreiztem Daumen. Nun platziert man bei Dosen mit kleiner Öffnung durch klopfen eine kleine Prise auf der Delle zwischen Zeigefingergelenk und Daumen. Hat man eine Dose zum Aufklappen, nimmt man mit der anderen Hand eine Prise zwischen Daumen und Zeigefinger und platziert sie ebenso. Zuerst lieber mit einer sehr kleinen Prise beginnen. Nachschlag kann man sich immer nehmen. Nun hält man sich die Prise zuerst unter das eine Nasenloch und zieht leicht Luft in die Nase, wodurch ein Teil des Schnupftabaks in dieses Nasenloch gezogen wird. Dann sollte noch etwas übrig sein, das man in das andere Nasenloch ziehen kann. Beim Schnupfen nicht zu stark ziehen, man will ja nicht, daß die Prise gleich durchgezogen wird bis in den Rachen. Das ist dann eklig. Die Prise soll in der Nase verteilt werden.
Wenn man die Prise bereits zwischen Daumen und Zeigefinger hält, kann man sie auch gleich unter die Nase halten.
.
..
⇑ zu den Fragen
- 49. Woher bekomme ich Schnupftabak? (Kat. 8)
- #20230815 -
Einige Discounter und Supermärkte haben Schnupftabak im Angebot. Eine kleine Auswahl findet man auch an den meisten Tankstellen. Zumindest kann man einmal mit einer Dose einen Versuch starten. Der wahrscheinlich meistverkaufte Snuff in Deutschland ist von #Poeschl - die #Gletscherprise - . Ein anderer aromatischer Snuff ist der Kloster #Andechs - Snuff. Auch direkt im Tabakladen wird man fündig.
Wem die genannten Snuff zu scharf sind, der startet vielleicht mit einem Schmalzler. Ein guter Schmalzler von Poeschl ist der #Doppelaroma - . Wenn es den nicht an der Tankstelle gibt, muss man evtl. in einem Online-Geschäft kaufen.
Die Hersteller selbst haben nach meiner Erfahrung den Verkauf online an Endkunden eingestellt. Ich habe online bisher bei zwei Geschäften gekauft.
Bitte beachten, daß diese Versender erst ab größeren Beträgen versandkostenfrei sind. Bis dahin kommt das Porto dazu.
⇑ zu den Fragen