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Markota

Einem Säureanschlag entkommen und dem Auto vor die Räder gelaufen

Nepomuk: Zur Rekonvaleszenz im Tierhospiz

Bericht der Igelstation

Das neue Besucherhundegehege

Jonathan

Bave

Mitgliederversammlung am 29.05.2011

Geschäftsbericht / Tätigkeitsbericht 2010

Außerordentliche Mitgliederversammlung am 19.06.2011

Unsere jüngsten Paten stellen sich vor

Ein Dankeschön für eine unglaubliche Spende

Rosi: Das Schicksal führte mich ins Tierhospiz

Verstärkung für Familie Bergwohl

Yumak: Der Killer-Tiger aus dem Tierheim München

Ein Fall für Zwei: Lucy

Nicht zu vermitteln: Ein Fall für die Todesspritze?

Tierschutzpreis der Bayerischen Staatsregierung 2011

Das neue Katzenfreigehege

Die Liesl aus Garmisch

Billie und Susi

Fillis, Faiser und Festus

Olaf

Simba - tapfer wie ein Löwe

Hilfe für Bretonen in Not

Ein gesegnetes Weihnachtsfest



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Markota

Januar 2011


„Mitte Dezember bin ich zum Glück umgezogen. In meinem vorherigen Zuhause gefiel es mir gar nicht. Viele Babys habe ich zur Welt gebracht und sie wurden mir immer ganz schnell weggenommen. Im Laufe der Jahre wurde ich blind. Meine Augen schmerzten bis tief in den Kopf hinein. Selbst in meinem neuen Zuhause brachten mich die Schmerzen fast um den Verstand. Ich konnte mich einfach nicht auf die schön riechenden Dinge hier draußen unbeschwert einlassen.


Dann nahm mich meine Herbergsmama eines Tages mit zu einem Arzt. Sie sagte, ich wäre jetzt stabil genug, um eine Operation gut zu überstehen. Na gut, dachte ich mir, wenn dann die Schmerzen vorbei sind, bin ich damit einverstanden. Hauptsache, keine Schmerzen mehr.

Und dann schlief ich ein.


Irgendwann wachte ich auf und spürte, dass ich zu Hause war. Irgendetwas war um meinen Kopf gewickelt. Ich fand es lästig. Auch roch es nach Blut. Um mich herum hörte ich meine Familie im Schlaf tief atmen. Das machte mir Mut, mir das Ding an meinem Kopf leise zu entfernen. Ich kann Euch sagen, das war ein Abenteuer, denn ich hatte irgendwie das Gefühl, dass ich das nicht durfte.


Und dann musste ich tief eingeschlafen sein, denn wach wurde ich wieder vom lauten Gebrabbel meiner Freunde. Es roch nach Essen und ich schlug wie gewohnt meine Augen auf. Oh wau, bellte ich, was ist denn das, ich kann ja wieder sehen!

Meine Herbergsmama wusch mir mein Gesicht mit einem warmen, feuchten Lappen sauber. Sie schimpfte nicht mit mir, weil ich mir den Verband vom Kopf genommen hatte, denn sie war froh, dass nichts schlimmeres passiert ist. Der Geruch von Essen stieg in meine Nase und ich begann darum zu betteln. Erst jetzt stellte ich fest, dass ich mein Essen sehen konnte. Ich konnte sehen, ich konnte sehen, ich konnte sehen!!!!


Auch hatte ich keine Schmerzen mehr im Kopf, es war alles so still da drin. Ich konnte es kaum fassen und lief so schnell ich konnte, zur Tür hinaus. Hey, dachte ich mir, so sieht es hier also aus, mein neues Zuhause. Und ich rannte weiter bis zu den Gerüchen am Katzenhaus. Ich konnte die Katzen sehen. Dann hörte ich meinen Namen rufen. Meine Herbergsmama hörte ich im Laufschritt kommen. Markota, Markota, rief sie, was tust Du da? Ich drehte mich um und rannte voller Freude auf sie zu. Wir trafen uns mitten im Hof und fielen uns in die Pfoten. Warum meine Herbergsmama weinte konnte ich nicht nun gar nicht verstehen. Schließlich haben wir uns doch so gefreut. Ich leckte ihr die Augen trocken und sagte zu ihr: Danke.


Vier Tage später bin ich dann mit Mama zum Tierarzt gegangen. Da musste so ein komisches Ding aus meinem Auge gezogen werden. Drainage hat der Arzt gesagt. Als er sah, wie zielsicher ich durch die Praxis lief, ohne irgendwo gegen zu laufen, wie noch beim letzten Mal, staunte er. Er konnte kaum fassen, dass ich wieder etwas sah. Na gut, wie auch immer, jetzt kann ich wieder sehen und vergessen ist die Zeit der Pein.“



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Einem Säureanschlag entkommen und dem Auto vor die Räder gelaufen

Februar 2011

Eine Tierärztin aus dem Ärztepool war auf Kreta bei einer Kastrationsaktion von Straßenhunden im Einsatz, als sie an einem Donnerstag Nele blutüberströmt auf der Straße fand. Schwer verletzt kam sie in die Klinik zur Erstversorgung, gleichzeitig nahm die Ärztin Kontakt nach Deutschland auf, in der Hoffnung, sehr schnell einen Versorgungsplatz für Nele zu finden.


Wir reagierten auf den Hilferuf umgehend und sagten den Platz für Nele zu. Nele durfte mitfliegen nach München.


Hier angekommen musste sich Nele alle zwei Tage einer schmerzhaften Behandlung und Wickelung unterziehen, die immer mit einer Narkose verbunden war. Die zerstörten Flächen waren zu groß, um durch eine Hauttransplantation ihr rechtes Vorderbein zu retten. Zudem begann das Bein nach einer Woche abzusterben. Gemeinsam entschlossen wir uns, das Beinchen zu entfernen, was dann auch geschah.


Mit ihren heute gesunden drei Beinen hat Nele eine Fröhlichkeit zurückgewonnen, die kaum zu überbieten ist. Sie tollt mit ihren Artgenossen hier am Hof und möchte immer mehr, immer mehr kennen lernen. Um zu sehen, wie es ihr heute geht, gibt es auf unserer Internetseite ein Video, wo sie mit Jonathan spielt, und das zeigt, wie gut unsere Entscheidung gewesen ist, denn so hat Nele ganz schnell Lebensfreude zurück gewonnen.



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Nepomuk: Zur Rekonvaleszenz im Tierhospiz

März 2011


Bei einer Kastration von Ponys und Pferden spricht man von „Legen“. Wurde ein Hengst gelegt, ist er für den Rest seines Lebens Wallach. Normalerweise ein Routineeingriff für den geübten Tierarzt. Doch irgendetwas ist schief gegangen. Nepomuk, ein 3 Jahre alter Shetty-Hengst, wurde vom Tierarzt gelegt – und stand danach 10 Tage nicht wieder auf. Tierarzt und Pfleger versuchten alles mögliche, Nepomuk wurde alle paar Stunden auf die andere Seite gelegt, doch dauerte es eben 10 Tage, bis Nepomuk wieder auf seinen Beinen stand. Es ist nicht ganz klar und lässt sich auch jetzt nicht mehr nachvollziehen, ob es an der Narkose lag oder der langen Liegezeit: Nepomuk war halbseitig gelähmt.


Nepomuk kam in die Paracelsus-Schule und erhielt dort eine Bowtech-Therapie (dynamische Muskel- und Bindegewebe -Technik), die seinen Bewegungsapparat wieder einigermaßen herstellte. Doch war an ein normales Leben bis auf weiteres nicht zu denken. Seine Besitzer suchten nun für Nepomuk einen Platz, wo er trotz seiner Behinderung ein behütetes Leben führen kann und wandten sich ans Tierhospiz. So kam es, dass Nepomuk im März bei uns einzog.




Nepomuks erste Schritte in unserem Hof zeigten schnell, wie unsicher er auf den Beinen ist.



In der Pony-Laufbox kann Nepomuk sich bewegen, wie er möchte. Er kann hin und her gehen, er kann hinausgehen ins Paddock und in den Offenstall.


Die erste Begegnung hatte er mit unserem alten Macho, ein ruhiger, aufgeschlossener und hilfsbereiter Opa von 37 Jahren. Nepomuk ist auch in unserer Videogalerie zu sehen.





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Bericht der Igelstation
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April 2011

Von Monika Freimuth und Elisabeth Hüller

Viele verletzte Igel mit bösen Wunden durch Autos, Rasentrimmer, Heu- oder Mistgabeln oder durch Verbrennen von Reisighaufen im Garten konnten wir 2010 aufnehmen und versorgen. Einige wurden vom Tierarzt genäht und notversorgt und fast alle konnten wir mit viel Liebe und unermüdlichem Einsatz retten und wieder in die Freiheit entlassen.

Im August kamen dann schon die ersten Babys dazu, deren Igelmütter vom Auto überfahren, völlig ausgemergelt gestorben oder durch sonst ein Unglück ihre Jungen hilflos allein lassen mussten. Gott sei Dank hatten wir 3 Igelmütter mit ihren Jungen aufgenommen, die einige der kleinen „Waisenigelchen“  angenommen und mit aufgezogen haben. Trotzdem haben wir natürlich alle 4 Stunden zugefüttert. 

Übergangslos trafen dann die untergewichtigen Jung-Igel ein. Der frühe Kälteeinbruch und der viele Regen wirkten sich für die Igel katastrophal aus. Sie fanden nur noch wenig Futter und bei Kälte nehmen die Jung-Igel nicht mehr an Gewicht zu. Wir konnten gar nicht so schnell die Unterkunfts-Schachteln und Schlafhäuschen herrichten, wie tierliebe Menschen die kleinen Igelchen zu uns brachten. Plötzlich war nicht nur der Keller überfüllt sondern auch unser Wohnzimmer, der Flur und die Küche. Da wussten wir manchmal nicht mehr wie wir das alles schaffen sollten. Viele mussten  gewärmt und gefüttert werden, da sie durch die Unterkühlung stark entkräftet waren. Letztendlich hatten wir 160 Igel im Haus. Das bedeutet auch pro Igel ein Wassernapf, ein Schälchen für das Trockenfutter, eins für den Brei und eines für die Leckereien wie Rührei, Mozzarella und Hendlflügelchen. Irgendwie müssen wir ihnen die Gefangenschaft ja so angenehm wie möglich machen. Die Schälchen werden morgens eingesammelt, von Hand vorgespült und dann in die Spülmaschine gegeben – das sind bei 160 Igeln also täglich ca. 550 Schälchen zu spülen und abends in der Igel-Großküche wieder zu füllen und zu verteilen.

Dazu kommt noch die medizinische Versorgung gegen die Lungen- und Darmwürmer, Durchfälle, Lungenentzündungen, usw.

Mitte November entstand das nächste Problem: wir haben nur für ca. 50 Igel  eine Unterkunft auf einem Pferdehof in der Traktorhalle für den Winterschlaf zur Verfügung. Also musste eine weitere Halle o. ä. gefunden werden, sie sollte nur kalt und trocken sein. Es war niederschmetternd für uns, dass wir 14 Tage lang bei allen Bauern und Menschen, die aus unserer Sicht einen leeren Stadel oder eine trockene Halle haben und auch bei der Gemeinde, die ein leerstehendes altes Feuerwehrhaus hat für unsere Igel um eine Unterkunft gebettelt haben – die Reaktionen waren Unverständnis,  dumme Antworten und keinerlei Interesse.  Der Besuch einer interessierten tierlieben Grabenstätterin und deren Einsatz für uns brachte die Wende. Wir durften in eine große Halle im alten Postgebäude in Grabenstätt einziehen.  Sogar die Holzwände wurden noch mit Planen verkleidet, damit der Wind nicht durchzieht und der Boden mit dicker Folie ausgelegt, damit die Igelchen von unten her nicht frieren müssen. Wir konnten  die großen Schachteln in die Halle einräumen und mit Zeitung auslegen, damit für den Winterschlaf vorgesorgt war.

Momentan haben wir 105 Igel, die brav ihren Winterschlaf in den Außengehegen halten. Dort kontrollieren wir täglich, ob sie eventuell Wasser ausgetrunken haben oder ob das Trockenfutter aufgefüllt werden muss, bei manchen müssen wir auch sauber machen, da sie immer wieder aufstehen und nachschauen, ob schon Frühjahr ist.  46 Igel haben wir im Haus, da sie entweder krank sind (meist Pilz- und Milbenbefall mit vielen Eiterstellen unter den Stacheln) und intensive medizinische Behandlung brauchen oder wir sie vom Außengehege zurückholen mussten, da sie stark abgenommen haben und deshalb erst mal wieder hochgefüttert werden müssen.

Sie sehen schon, die Arbeit geht nicht aus - aber das wissen alle, die sich um Tiere kümmern.



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Das neue Besucherhundegehege


Tierfreunde, die das Tierhospiz besuchen möchten, haben selbst meist Tiere zu Hause.  Katzen und Vögel kann man ja mal die eine oder andere Stunde alleine lassen, doch Hunde wollen dahin mit, wo Frauchen und Herrchen hingehen. Das war für die Besucher des Tierhospiz bisher immer ein Problem, denn fremde Hunde können in den seltensten Fällen auf das Hospiz-Gelände.

Gerade im Sommer ist es unverantwortlich, den Hund während eines Besuches im Auto zu lassen. Also löste Ursula Bohm, die 1. Vorsitzende des Vereins, das Problem kurzerhand und baute ein Besucherhundegehege.

Gleich neben dem Eingang entstand so ein ca. 70 m2  großes Refugium mit überdachter Sonnenterasse, Kuschelecke und Abenteuerspielplatz für Hunde. Das Gehege ist mit einer Zugangsschleuse ausgestattet, die das sichere hinein- und herausführen des Hundes erlaubt und ist mit einem sicheren Zaun umgeben.




Die im Gehege integrierte Terrasse ist mit widerstandsfähigem Kunstrasen ausgelegt und vor Regen geschützt.




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Jonathan

Im Frühjahr erreichte uns ein Anruf, worin um Aufnahme eines organisch intakten Junghundes, der jedoch mit der „normalen“ Menschenwelt wohl ungut zurechtkommen würde. Sein Handicap sind seine verkümmerten Augen (blind) als auch seine totale Gehörlosigkeit (taub). Eine Innzucht ist nicht auszuschließen, da dort, wo er beschlagnahmt wurde, noch sehr viele seiner Art zur Welt kamen. Ein leerstehendes dunkles Fabrikgebäude voll von Bergamasken und anderen Wuschelhunden, die nach Futter und Wasser heulten, soweit sie noch am leben waren.



Wir nahmen ihn auf und er bekam den Namen Jonathan. Heute, zwei Monate später, können wir nicht nur im Kurzvideo seine Entwicklung verfolgen, sondern auch live bei uns am Hof davon überzeugen, wie gut ein Hund mit diesem Handicap für sein Leben auf der Erde vorbereitet werden kann und dass er keinem gesunden Hund in irgendeiner Weise nachsteht. Jonathan entwickelt sich einfach prächtig.


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Bave


Bave wurde aus einem Container geborgen, wo sie ihren Platz mit weiteren achtzig Hunden verbrachte. Sie kam querschnittsgelähmt zu uns. Vorherige Untersuchungen ergaben, dass sie nie wieder laufen wird können. Als Bave dann bei uns war, mussten auch wir uns mit dem ernüchternden Befund abfinden. Nie mehr ohne Gehilfe rennen können.




Das machte uns recht traurig, denn sie war so was von lebenswillig, dass wir zu dem Entschluss kamen, Ihr mit Unterwassermassage,  Bioresonanz und Akupressur eine Change zu geben, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Bereits nach vierzehn Tagen zeigten sich enorme Fortschritte, wie man auf dem zweiten Bild gut erkennen kann.



Jetzt, nach fünf Wochen, ist sie laufend mit ihren Freunden am Hof unterwegs. Sie bemüht sich willentlich, ihren Urin und  Kot abzusetzen.



Bave`s Tatendrang nach Neuem ist ungebrochen und wir wünschen uns, dass sie noch mehr Fortschritte macht.

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Mitgliederversammlung am 29.05.2011

Protokoll der Mitgliedsversammlung

Am Sonntag, den 29.05.2011 um 14:00 Uhr fand im Gasthof zur Post in Neumarkt St. Veit die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Tierhospiz Hof Elise statt.

Schriftführer Sören Döhler und Kurt Hainke.

Eröffnung der Versammlung und Begrüßung durch Ursula Bohm um 14:00.

Versammlungsleiter: Wolfgang Bohm.

Anwesende gemäß Anwesenheitsliste: 30 stimmberechtigte Mitglieder des Vereins.

Wolfgang Bohm stellte die ordnungsgemäße Einberufung der Mitgliedsversammlung und der stimmberechtigten Mitglieder fest.

Erich Finger wurde zum Wahlleiter berufen.

Bericht des Vorstandes

Zum Bericht des Vorstandes hat Wolfgang Bohm den Geschäftsbericht / Tätigkeitsbericht 2010 verlesen.

Bericht des Kassenwartes

Zum Bericht des Kassenwartes hat der Kassenwart, Wolfgang Bohm, die Einnahmen / Ausgaben des Jahres 2010 verlesen.

Wahl der Kassenprüfer

Als Kassenprüfer stellten sich Monika Freimuth und Matthias Scherbarth zur Wahl. Bei der Wahl stimmten 28 Mitglieder für Monika Freimuth und Matthias Scherbarth, zwei Enthaltungen. Die Kassenprüfer nahmen die Wahl an und sind somit für vier Jahre gewählt.

Bericht der Kassenprüfer

Kassenprüfer: Monika Freimuth und Matthias Scherbarth. Ihre Kassenprüfung ergab keine Unstimmigkeiten, beide Kassenprüfer stellten die Rechtmäßigkeit und Richtigkeit der Kassenführung fest.

Entlastung des Vorstandes

Bei der Abstimmung zur Entlastung des Vorstandes stimmten 28 Mitglieder für die Entlastung, zwei Enthaltungen (zwei Vorstandsmitglieder), keine Gegenstimmen.

Entlastung des Kassenführers

Bei der Abstimmung zur Entlastung des Kassenführers stimmten 28 Mitglieder für die Entlastung, zwei Enthaltungen (zwei Vorstandsmitglieder), keine Gegenstimmen.

Wolfgang Bohm erläutert die Gründe für die Neuwahl des Vorstandes: Durch das Ausscheiden aus gesundheitlichen Gründen zweier Vorstandsmitglieder (Martina Rose und Rene Rose) wurde die Wahl des 2. Vorsitzenden und des Schriftführers nötig. Die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes wäre erst 2012 erforderlich gewesen, jedoch soll dieses Jahr der Eintrag des Vereins Tierhospiz Hof Elise in das Vereinsregister des Registergerichts Traunstein erfolgen. Somit wird die Wahl des kompletten Vorstandes auf dieses Jahr vorgezogen, um Kosten für die neuerliche Eintragung im Registergericht im Jahr 2012 zu sparen.

Wahl des / der 1. Vorsitzenden

Als 1. Vorsitzende stellte sich Ursula Bohm zur Verfügung. Weitere Kandidaten meldeten sich nicht. Die Mitglieder stimmten zur Wahl von Ursula Bohm als 1. Vorsitzende wie folgt ab:

Für Ursula Bohm stimmten 28 Mitglieder. Zwei Enthaltungen (Zwei Vorstandsmitglieder).

Frau Ursula Bohm nahm die Wahl an.

Wahl des / der 2. Vorsitzenden

Als 2. Vorsitzender stellte sich Kurt Hainke zur Verfügung. Weitere Kandidaten meldeten sich nicht. Die Mitglieder stimmten zur Wahl von Kurt Hainke als 2. Vorsitzenden wie folgt ab:

Für Kurt Hainke stimmten 28 Mitglieder. Zwei Enthaltungen (Zwei Vorstandsmitglieder).

Herr Kurt Hainke nahm die Wahl an.

Wahl des / der stellvertretenden 2. Vorsitzenden

Als stellvertretende 2. Vorsitzende stellte sich Helga Lutz-Hainke zur Verfügung. Weitere Kandidaten meldeten sich nicht. Die Mitglieder stimmten zur Wahl von Helga Lutz-Hainke als stellvertretende 2. Vorsitzende wie folgt ab:

Für Helga Lutz Hainke stimmten 29 Mitglieder. Eine Enthaltung.

Frau Helga Lutz-Hainke nahm die Wahl an.

Wahl des / der Schriftfüher/in

Als Schriftführer stellte sich Sören Döhler zur Verfügung. Weitere Kandidaten meldeten sich nicht. Die Mitglieder stimmten zur Wahl von Sören Döhler als Schriftführer wie folgt ab:

Für Sören Döhler stimmten 29 Mitglieder. Eine Enthaltung.

Herr Sören Döhler nahm die Wahl an.

Wahl des Rechnungsführers

Als Rechnungsführer stellte sich Wolfgang Bohm zur Verfügung. Weitere Kandidaten meldeten sich nicht. Die Mitglieder stimmten zur Wahl von Wolfgang Bohm als Rechnungsführer wie folgt ab:

Für Wolfgang Bohm stimmten 29 Mitglieder. Eine Enthaltung.

Herr Wolfgang Bohm nahm die Wahl an.

Die fünf Vorstandsmitglieder wurden für vier Jahre gewählt.

Wünsche, Vorschläge, Anregungen:

Frau Ursula Bohm gab bekannt, dass Frau Manuela Eiban als geringfügig Beschäftigte vom Verein Tierhospiz Hof Elise angestellt wurde. Frau Eiban leitet ehrenamtlich die Wildtieraufzuchtstation (Außenstelle des Verein Tierhospiz Hof Elise in Lohkirchen) und leistet hervorragende Arbeit im Tierhospiz in Sametsham als Stallhilfe. Frau Bohm wies darauf hin, dass die Arbeit von Frau Eiban als geringfügig Beschäftigte eine wertvolle Entlastung bei der Arbeit am Tierhospiz ist. Kurt Hainke erklärte darauf hin, dass er monatlich 50,-- Euro in die Vereinskasse spenden wird, um die Lohnzahlung für Frau Eiban mit dieser Spende zu unterstützen. Ebenso erklärte Frau Monika Freimuth, für den selben Grund 10,-- Euro monatlich zu spenden.

Ursula Bohm bedankte sich bei Frau Erni Ewald für die Spende eines Farblaserdruckers für den Verein zum Zwecke des Druckens der Broschüren.

Ursula Bohm stellte Frau Francine Pérés vor. Frau Pérés hat zusammen mit ihrem Mann das Pony Nepomuk gerettet. Frau Pérés trug die Geschichte von Nepomuk vor.

Ursula Bohm bedankte sich bei Maria und Albin Pirker für Ihre Sachspende (Hundenahrung von Vet-Concept) im Wert von ca. 1800,-- Euro.

Ursula Bohm dankte  Familie Erich und Silvia Finger. Familie Finger hat Esther ein neues Zuhause gegeben und Erich Finger stellte sich und seine Familie vor.

Ursula Bohm bedankte sich bei Erni Ewald für ihre Anstrengungen, Kontakte für den Verein zu knüpfen, wie zum Beispiel zu Herrn König von der Fa. Raab-Karcher, die den Verein seither mit Sachspenden unterstützt.

Ende der Versammlung um 16:00 Uhr.




Der neugewählte Vorstand und die Kassenprüfer (von links nach rechts): Wolfgang Bohm, Ursula Bohm, Monika Freimuth, Helga Lutz-Hainke, Matthias Scherbarth, Kurt Hainke und Sören Döhler.

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Geschäftsbericht

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011

Der Verein Tierhospiz Hof Elise engagiert sich im Tierschutz. Der Verein wurde am 2. Mai 2008 mit dem ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zweck der Förderung des Tierschutzes gegründet. Mit Bescheinigung des Finanzamts Mühldorf vom 2. Mai 2008, St.-Nr. 141/111/00978 und Freistellungsbescheid des Finanzamtes Mühldorf vom 26. März 2009, ist der Verein Tierhospiz Hof Elise als gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff AO dienend und zu den in §5 Abs. 1, Ziffer 9 KStG bezeichneten Körperschaften gehörig als besonders förderungswürdig anerkannt.

Der Vorstand des Vereins Tierhospiz Hof Elise besteht aus fünf  Personen, die in der täglichen Vereinsarbeit gelegentlich von Helfern unterstützt werden. Sowohl Vorstand als auch Helfer arbeiten rein ehrenamtlich.

Sämtliche Tierschutzaufgaben, denen sich der Verein Tierhospiz Hof Elise laut Satzung verschrieben hat, werden durch private Zuwendungen finanziert. Da sind zum einen die Fördermitglieder, die sich zwar nicht unbedingt aktiv innerhalb des Vereins betätigen, jedoch die Ziele und den Zweck des Vereins durch ihre Beiträge fördern und unterstützen. Zum anderen tragen Paten mit ihren regelmäßigen, längerfristig zugesagten Zuwendungen zur Grundsicherung unserer Arbeit bei. Dritte wichtige Säule bilden die Spender, die uns durch Einzelspenden unterstützen. Zum Ende des Jahres 2010 hatte der Verein Tierhospiz Hof Elise 108 Fördermitglieder sowie 22 Paten.

Das Geschäftsjahr 2010 wurde mit einem geringen Überschuss abgeschlossen.

Aktivitäten

1.  Hunde: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 55 Hunde aufgenommen. Die Hunde wurden aus Massenzuchten geborgen, kamen aus Sterbefällen, wurden aus schlechter Haltung ausgelöst, oder kamen zu uns wegen Eintreten eines Pflegefalles der Besitzer. Im Jahr 2010 sind 34 Hunde bei uns gestorben, 15 wurden auf Pflegeplätze gegeben, davon 8 auf Außenstellen des Vereins, 7 Hunde wurden an andere Tierschutzvereine übergeben.

2.   Katzen: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 8 Katzen aufgenommen. Die Katzen wurden aus schlechter Haltung ausgelöst, wurden gefunden und zu uns gebracht, kamen aus Sterbe- oder Pflegefällen. 5 Katzen sind im Tierhospiz gestorben und 2 Katzen sind auf Pflegestellen gegeben worden.

3. Pferde/Ponys: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 5 Pferde bzw. Ponys aufgenommen. Die Pferde und Ponys gelangten aus Notfällen der Besitzer oder aus Altersgründen zu uns, wurden aus schlechter Haltung geborgen oder vom Schlachter gerettet. 5 Pferde, bzw. Ponys sind bei uns gestorben, 3 Ponys sind an Pflegestellen gegeben worden.

4. Minischweine: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 2 Minischwein-Sauen aufgenommen. Die beiden wurden bei einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in Karlsfeld bei Dachau aus einem total zugemüllten Schrebergarten geborgen.

5. Schafe: Im Jahr 2010 sind im Tierhospiz Hof Elise zwei Schafe gestorben: Stefan von der Familie Bergwohl und Oma Charlotte.

6.    Gänse: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 3 Gänse aufgenommen und eine Gans auf einen Pflegeplatz abgegeben, womit die Anzahl an Gänsen auf vier gewachsen ist.

7.    Hühner: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise mehrere Hühner aufgenommen, unter anderem auch Franzl mit Sissi und Lissy, die sonst sehr wahrscheinlich auf dem Teller gelandet wären. Zum Ende des Jahres 2010 fanden somit ein Hahn und 6 Hennen eine Herberge im Tierhospiz und danken es hin und wieder mit einem Ei.

8.   Ziervögel: Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise folgende Ziervögel aufgenommen: 2 blinde und alte Nymphensittiche, ein altes Nymphensittich-Pärchen, ein altes Ziegensittich-Pärchen. Ein Ziegensittich ist im Tierhospiz gestorben.

9.  Außenstellen: Aus der Arbeit des Vereins Tierhospiz Hof Elise haben sich bis ins Jahr 2010 mehrere Außenstellen entwickelt. Diese Außenstellen werden ausschließlich von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich geführt. Die Kosten für die Tierversorgung wie Futter, Pflege und Tierarzt werden von den Mitgliedern der Außenstellen selbst getragen, bzw. mit Hilfe von Spenden finanziert. Insgesamt waren im Jahr 2010 8 Außenstellen aktiv in der Tierschutzarbeit tätig:

a)  Katzenstation in Rosenheim: Diese Station hat im Jahr 2010 ca. 180 Katzen und mehreren Igeln auf 14 ehrenamtlich geführten Pflegestellen eine dauerhafte Herberge gegeben. Eine dieser Pflegestellen hat ausschließlich VIP-Katzen und bietet ihnen einen glücklichen Lebensabend.

b)    Nazcrosa bei Landsberg am Lech: Die Familie Schweitzer versorgte auf ihrem Hof im Jahr 2010 2 Degus, 16 Hühner und einen Hahn, 10 Hasen, 8 Ziegen, 2 Pferde und 2 Ponys, 3 Minipigs, 2 Gänse und 2 Enten, 13 Hunde fest im Hospiz und 4 Pflegehunde und 10 Tauben.

c)   Igelstation in Grabenstätt: Monika Freimuth und Elisabeth Hüller haben im Jahr 2010 für 160 Igel eine Herberge bereitgestellt. Für jeden Igel musste eine eigene Wohnbox eingerichtet werden mit entsprechend Futterschalen und medizinischer Versorgung. Ein sehr kleiner Teil der Kosten für Tierarzt, Futter und Entsorgung ist durch Spenden finanziert worden, den größten Teil haben Frau Freimuth und Frau Hüller aus eigener Tasche getragen.

d)  Hasienda in Kolbermoor: Die Hasienda ist unsere Nager- und Kleintierstation, ehrenamtlich geführt von unseren Mitgliedern, dem Ehepaar Bollinger. Zum Ende des Jahres 2010 wurden hier 33 Kaninchen, 7 Meerschweinchen, 42 Vögel und 9 Igel betreut.

e)   Pudelstation in Taunusstein: Die Pudelstation hat eine Platzkapazität für 3 Pudel, die im Jahr 2010 alle durchgehend belegt waren. Die Kosten für Futter und Pflege wurden von unseren Mitgliedern der Station übernommen, bei den Tierarztkosten hat der Verein Tierhospiz Hof Elise einen Teil beigesteuert.

f)    Station für Eurasier und nordische Hunde bei Lübeck: Durchgehend im Jahr 2010 hat die Station zwei Eurasier versorgt, wie zum Beispiel die vom Verein Tierhospiz Hof Elise bei einem Massenzüchter geborgene Eurasier-Hündin Nofretete.

g)   Station für kleine, gehandicapte Hunde in Seesen: Zum Ende des Jahres 2010 hat die Station 8 Hunden mit Handicap eine Herberge gegeben. Auch hier hat der Verein Tierhospiz Hof Elise einen Teil der Tierarztkosten übernommen.

h) Wildtieraufzuchtstation in Lohkirchen: Im Laufe des Jahres 2010 wurden in der Wildtieraufzuchtstation folgende Tiere versorgt und größtenteils erfolgreich ausgewildert: 11 Amseln, 9 Spatzen, 3 Stieglitze, 3 Grauschnäpper, 1 Star, 8 Grünfinken, 1 Buchfink, 18 Stadttauben, 6 Türkentauben, 48 Stockenten, 1 Mandarinente, 1 Haubentaucher, 2 Rauchschwalben, 5 Mauersegler, 1 Eichhörnchen, 27 Igel, 6 Steinmarder, 7 Feldhasen und 2 Erdkröten. Die 48 Stockenten sind beringt und sind noch größtenteils an den Auswilderungsstellen zu beobachten. Zwei von ihnen haben in diesem Jahr selbst Nachwuchs. Die meisten Tiere, die in der Wildtieraufzuchtstation gelandet sind, wurden als Babys gebracht, die sich noch nicht selbst versorgen konnten. Einige Tiere kamen verletzt und konnten gesund gepflegt und wieder ausgewildert werden. Somit hat der Verein Tierhospiz Hof Elise im Jahr 2010 insgesamt 758 Tieren Obhut gegeben.

10. Lebensraum für die Tiere im Tierhospiz: Durch den Zuwachs in der Gänsefamilie hat sich der Platzbedarf erhöht. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben wir ein zweites Gänsegehege von ca. 200 m2 gebaut, mit Unterstand und Bademöglichkeit.

11. Unterstützungen im Sinne des Tierschutzes: Der Verein Tierhospiz Hof Elise hat im Jahr 2010 finanzielle Unterstützung bei tierärztlicher Behandlung (d. h. Übernahme der Tierarztrechnung) für bedürftige Tierhalter in Mühldorf, Waldkraiburg, Taunusstein und Neumarkt St. Veit geleistet.

12. ebenfalls Unterstützung im Sinne des Tierschutzes: Auch im Bereich Beratung und Aufklärung konnte in 2010 wieder ein Beitrag zum besseren Umgang mit Tieren geleistet werden. Durch die Vielzahl der Menschen, die sich beim Verein Tierhospiz Hof Elise melden, um sich über unsere Arbeit zu informieren, wurde es ermöglicht, den Tierschutzgedanken über artgerechte Tierhaltung zu kommunizieren und damit viele Menschen in ausführlichen und sehr zeitintensiven Gesprächen dafür zu interessieren.

13.Öffentlichkeitsarbeit: Um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und Unterstützer und Förderer zu gewinnen, hat der Verein Tierhospiz Hof Elise im Laufe des Jahres 2010 drei eigene Broschüren herausgebracht, in denen über die aktuellen Tätigkeiten, Tierschicksale und Erfolge sowie über die allgemeine Entwicklung des Vereins berichtet wurde. Um Kosten zu sparen, haben Mitglieder und Vorstand selbst Hand angelegt bei Druck und Bindung. Die Broschüren fanden regen Anklang bei vielen Tierfreunden.

14.Internetpräsentation: Die Internetseite „www.tierhospiz-sametsham.de“ dient dazu, unsere Tierschutzarbeit, Aktionen und Tierschicksale transparent darzustellen sowie Mitglieder und Spender für unseren Verein zu gewinnen. Die Gestaltung und Betreuung der Internetseite erfolgt kostenlos durch Mitglieder des Vereins, eventuell entstehende Kosten (Provider) werden von einem Vereinsmitglied selbstlos getragen und nicht dem Verein anheim gestellt. Bei speziellen Programmierungs-Funktionen ist die Firma DNNM GbR, München, kostenlos mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

15.Kooperation mit anderen Tierschutzvereinen und Privatpersonen: Die vereinsübergreifende Tierschutzarbeit ist dem Verein Tierhospiz Hof Elise sehr wichtig. So wurden einige Tierrettungen nur mit selbstloser Hilfe anderer Tierschutzvereine im ganzen Bundesgebiet und der Unterstützung von Privatpersonen ermöglicht. Wie bereits letztes Jahr vorgenommen, hat der Verein Tierhospiz Hof Elise die gute Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen im Jahr 2010 ausgebaut und intensiviert.






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Außerordentliche Mitgliederversammlung am 19.06.2011


Protokoll der außerordentlichen Mitgliedsversammlung

Am Sonntag, den 19.06.2011 um 14:00 Uhr fand im Gasthof zur Post in Neumarkt St. Veit die außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Tierhospiz Hof Elise statt.

Schriftführer Sören Döhler und Kurt Hainke.

Eröffnung der Versammlung und Begrüßung durch Ursula Bohm um 14:20 Uhr, kurze Erläuterung zum Zweck der Versammlung: Beschluss einer Satzungsänderung durch die Mitgliedsversammlung.

Versammlungsleiter: Wolfgang Bohm.

Anwesende gemäß Anwesenheitsliste: 19 stimmberechtigte Mitglieder des Vereins.

Wolfgang Bohm stellte die ordnungsgemäße Einberufung der Mitgliedsversammlung und der stimmberechtigten Mitglieder fest.

Erich Finger wurde zum Wahlleiter berufen.

Wolfgang Bohm erläuterte die Änderung der Satzung des Vereins Tierhospiz Hof Elise gemäß dem Schreiben des Amtsgericht Traunstein – Registergericht – vom 05.05.2011, indem er das Schreiben und die entsprechenden geänderten Passagen der Satzung vorlas.

Die Mitglieder hatten hierzu keine Fragen, es folgte die Abstimmung.

19 Mitglieder stimmten für die vorgestellte Änderung der Satzung, keine Enthaltungen, keine Gegenstimmen.

Wolfgang Bohm erklärte die geänderte Satzung hiermit für angenommen.

Ende der Versammlung um 14:45 Uhr.



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Unsere jüngsten Paten stellen sich vor



Hallo, ich bin der Luca, drei Jahre erst jung. Mir gefallen alle Tiere auf der Welt, aber mein Herzblatt habe ich im Tierhospiz entdeckt. Da lebt doch tatsächlich eine dicke, lange Wurst auf vier Pfoten. Ohren hat sie bis zum Boden und die Socken rutschen ihr immer herunter beim Laufen. Mit ihrem einen Auge kann sie wohl nur noch wenig sehen, dafür richt sie mit ihrer riesigen Nase ausgezeichnet.

Markota ist nun mein Patenkind, denn immer wenn ich sie besuche, kann ich mein Gesicht in ihre Hautwülste graben. Vielleicht findest ja auch Du hier Dein Patenkind. Alle sind sie soooo lieb.

Euer Luca.


Hallo, ich bin Lea! Mein Bruder Luca ist zwar jünger als ich, und darum braucht er noch ein "weiches Mütterchen" zum Knuddeln. Ich habe mir was kerniges ins Herz geschlossen. Sie ist genau so frech wie ich. Damals als sie ins Tierhospiz kam war sie noch querschnittsgelähmt und heute, nach bald vier Monaten, kann meine Bave fast wieder so normal laufen wie ihre anderen Hundefreunde. Ist das nicht toll? Also ist so eine Tierhospiz wie bei Ursula und Wolfgang oftmals noch ein Segen.

So einige übersehene Tiere leben hier glücklich und zufrieden, aber glücklicher wären sie wohl, wenn sie auch so liebe Pateneltern hätten, wie Luca, mein Brüderchen und ich, die Leaschwester.




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Ein Dankeschön für eine unglaubliche Spende

Im Frühjahr kam der verspätete Weihnachtsmann: Anstatt einen von Rentieren gezogenen Schlitten fuhr er ein Auto, welches wiederum einen Anhänger zog. Und dieser Anhänger hatte es in sich. Beladen mit hochwertiger Tiernahrung im Wert von fast 2000,-- Euro, welche den Hunden und Katzen im Tierhospiz die Weihnachtsfreude bis weit ins Neue Jahr trug.

Als Spender betätigte sich die Familie Maria und Albin Pirker von der Firma Pirker Creativ Design mit Freunden. Der Anhänger wurde auch gleich inspiziert: Die Hunde kletterten auf Bergen von Vet-Concept-Futter, erfüllt von der Vorfreude auf leckere und gesunde Mahlzeiten.

Wir sagen ein ganz herzliches Dankeschön für diese großzügige Spende an Maria und Albin Pirker und ihren Freunden.


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Rosi: Das Schicksal führte mich ins Tierhospiz




Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich ein ganz vernünftiges Leben. Ich ging mit meinem Herrchen auf die Jagd. Das war unser Beruf. Das hatte ich gelernt. Und ich war gut, denn ich bin ja eine vernünftige Jagd-Terrier-Hündin.


Doch dann kam ein Tag, auf den ich in meiner Ausbildung nicht vorbereitet wurde: Mein Herrchen starb plötzlich und völlig unerwartet. Für mich eine Situation, wo ich sehr verwirrt war und eigentlich Hilfe brauchte. Unser Frauchen war auf einmal mit mir alleine. Für sie änderte sich das gesamte Leben, ebenso wie für mich. Damit konnte keiner von uns beiden so richtig umgehen.


In dieser neuen Situation war ich oft alleine, manchmal fast den ganzen Tag, hatte keine Arbeit, langweilte mich und fühlte mich einfach unwohl. Frauchen war bald mit der Situation überfordert und wusste sich keinen Rat mehr. Sie nahm mich mit zum Tierarzt und suchte dort nach einer Lösung.


Der Tierarzt hatte die rettende Idee: Er fragte im Tierhospiz nach, ob ein Platz für mich frei wäre, und es kam das OK. Ein paar Stunden später stand ich schon zwei Männern gegenüber, die mich in ihr Auto mitnahmen und los ging die Reise.

Wie benommen staunte ich über die Atmosphäre im Tierhospiz Hof Elise. Unglaublich, dachte ich, welch ein Frieden hier herrscht. Ich schaute mir zuerst einmal alles ganz genau an. Den Innenhof mit den Grünanlagen, das Haus mit seinen vielen Hundebettchen, die anderen Hunde, welche alle eine Ruhe ausstrahlten und die Menschen, die für diese Ruhe den Pol darstellten.

Ich hatte die Zeit, über alles in Ruhe nachzudenken. Meine frühere Arbeitszeit war definitiv zu Ende. Meine frühere Familie gab es nicht mehr. Und ... hier war es wirklich nicht schlecht.

So bezog ich im Hundespielezimmer das schönste Bett. Und das tollste an der Sache: Es dürfen noch drei andere Terrier nachts bei mir schlafen. Ich komme mir fast vor wie in einer Jugendherberge für Alte. Jeden Abend gibt es unser Gute-Nacht-Leckerli, und Herbergspapa Matthias schmeißt die Spieluhr an mit einem wunderschönen Gute-Nacht-Lied.

Hey, Leute, es ist wirklich so: Wenn einem etwas passiert, wo man denkt, da kann es nicht mehr weitergehen, geht es trotzdem immer irgendwie weiter. Und wenn man immer offen ist für Neues, ist das Leben wie ein Abenteuer.

Also los, lasst es uns anpacken!

Eure Rosi.



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Verstärkung für Familie Bergwohl


Hallo, hier sind Maggie und Lola Bergwohl. Nach Stefans viel zu frühem Fortgang haben wir uns ein wenig verlassen gefühlt, doch das hat nun ein Ende. Wir sind wieder eine große Familie, und das Leben macht auch wieder Spaß.

Im Frühjahr kamen die beiden Babys Odin und Wotan zu uns. Ihre Mütter gaben keine Milch und sie mussten mit der Flasche aufgezogen werden. Mit acht Wochen landeten sie im Tierhospiz, und als sie von der Flasche entwöhnt waren, kamen sie zu uns auf die Weide.

Wir blieben nicht lange zu viert, denn weitere vier alte Artgenossen  aus dem Gnadenhof Kirchasch des Tierheims München zogen bei uns ein. Von der Heidschnucke bis zum Waldschaf, von uns Bergschafen bis zum Röhnschaf ist nun eine multikulturelle Familiengemeinschaft entstanden. Unser neues Oberhaupt ist Herbergspapa Matthias. Gott sei Dank ist er wie ein Baum im Wald. Standfest und ganz gütig vermittelt er uns Vertrauen. Standfest muss er sein, denn wenn unser Herbergspapa Matthias mit unserem Nachtfutter kommt und uns ins Bett bringt, rempeln wir ganz schön, denn jeder will zuerst ans leckere Heu und an die Körner.




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Yumak: Der Killer-Tiger aus dem Tierheim München


Er war der Schrecken aller Besucher und Pfleger. Selbst der Hausmeister Tom warnte uns: Vorsicht bei dem Kater, es bleibt keine Wade heil. Yumak, ein älterer Kater, ist aus diesem Grund gebührlich als Killerkater abgegeben worden. Unhändelbar und eigenwillig, stets schlecht gelaunt und immer für eine Hauerei zu haben. Zudem war er krank, hatte Durchfall, war unglaublich dünn. Mit anderen Worten: Für das Tierheim unvermittelbar.




Es war nur eine Frage der Zeit, bis man sich an uns wandte: Kann Yumak zu euch ins Tierhospiz kommen? Und so zog der Killer-Tiger bei uns ein.

Yumak suchte sich ein Schlafplätzchen im Bereich der Freigänger-Katzen aus, wo er seine Ruhe hatte und seine Launen auskochen konnte. Mit dem Futter bekam er seine Medikamente, welche er ganz brav zu sich nahm. Menschen sowie Tiere ließen den alten Kater in Ruhe, strahlte er doch eine Aura der Unnahbarkeit aus.

So vergingen die Tage und Wochen, und plötzlich bemerkten wir beim täglichen Arbeiten mit den Tieren, dass immer irgendwo Yumak in der Nähe herumlungerte. Morgens beim Wecken der Schafe und Hühner stapfte Yumak neben uns auf der Weide herum. Beim Füttern der Ponys stand Yumak plötzlich hinter uns. Beim Pferdemist wegfahren lag Yumak vorm Tor zum Misthaufen. Und schließlich postierte er sich beim Wasserhahn im Stall, um eines Tages unseren Herbergspapa mit Streichelaufforderungen zu überfallen.



Von da an ging mit dem ehemaligen Killerkater eine bemerkenswerte Wandlung vor sich. Immer mehr taute er auf, gewann eine andere Ausstrahlung, legte an Gewicht zu und wirkte immer zufriedener. Wir konnten gar nicht anders, als Yumak hinter den Ohren zu kraulen, wenn er uns über den Weg lief. Und dieses „über den Weg laufen“ richtete Yumak immer öfters ein.




Heute ist Yumak unser gefürchteter Totschmuser. Wenn er auftaucht, bleiben alle Arbeiten liegen, denn es ist Yumak-Streicheln angesagt. Außerdem hat er sich zum begnadeten Schulterkletterer entwickelt. Es scheint, als würde es Yumak im Tierhospiz gefallen. So hat er sich wohl entschieden, länger hier zu bleiben und die Zeit zu genießen. Danke, Yumak, wir freuen uns darüber.


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Ein Fall für Zwei: Lucy


Einst kam Lucy zu uns in Pflege aus dem Münchner Tierheim. Sie machte bei uns einen Genesungsurlaub, bevor sie wieder in den nächsten OP gehen sollte. Lucys Hautprobleme und die überwachsenen Augen machten ihr, wie auch vielen anderen Shar-Peis, große Schwierigkeiten. Mit dem Sehen war es nicht weit her. Und Wasser von oben vertrug sie überhaupt nicht (Regen). Lucy benötigt alle vier bis sechs Wochen ein dermatologisches Bad und eine ständige Aufmerksamkeit auf ihre Hautfalten, die regelmäßig gepflegt werden müssen.




Zum Glück leidet sie nicht wie unser Pike an epileptischen Anfällen, und ihr Leben könnte für sie durchaus noch lebenswert gestaltet werden.



Womit wir nicht gerechnet haben: Dass Lucy und Pike vom ersten Moment, als sie sich sahen, ein Feuer der Liebe entfachten. Unser auf drei Beinen laufender Pike vergaß sein Handicap und nahm sich der kleinen Lucy an. Sie genoss die Zuneigung und das Umgarnen von so einem schicken Herrn.

Noch in der Zeit des Genesungsurlaubes entschlossen wir uns, die Augen-OP vorzuziehen, damit Lucy ihren geliebten Freund auch sehen konnte. Und nicht nur das: Die OP ist wunderbat verlaufen und am zweiten Tag danach bestaunte Lucy die Spatzen in den Sträuchern auf dem Tierhospiz-Gelände.

Wie sehr Pike und Lucy aneinander hängen, zeigte uns der Tag, an dem Lucy für ein paar Stunden außer Haus bei der Operation war: Pike konnte nicht verstehen, dass seine Freundin fort war. Er erlitt nach langer Zeit der Ruhe wieder einen epileptischen Anfall. Wenn Lucy und Pike zusammen sind, sind beide ausgeglichen, entspannt und die Ruhe selbst.

Als Lucy am Abend der OP wieder daheim war und müde ihren Kopf hängen ließ, legte sich Pike zu ihr an den Rücken und sagte: Schön, dass Du wieder da bist. In Zukunft passe ich auf Dich auf. Ich hab Dich lieb.

Inzwischen hat sich Lucy so gut eingelebt, dass sie aus der Tierhospiz-Familie nicht mehr wegzudenken ist. Besucher werden von ihr freudig begrüßt. Zusammen mit Pike bildet sie das Schlabberbacken-Duo und gemeinsam sind sie für jede Neuigkeit zu haben.

Wir wünschen den beiden von Herzen noch ein langes, gemeinsames Leben.




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Nicht zu vermitteln: Ein Fall für die Todesspritze?


Befreundete, privat organisierte Tierschützer kümmern sich um Hunde aus Malta. Neben persönlichen Hilfen vor Ort, wie der Aufbau eines Tierheimes und das Sammeln von Spenden gehen die Kandidaten, die einen Platz suchen, per Rund-Mail an mögliche Interessenten. Erst wenn ein Platz für den Hund mit Vorkontrolle bestätigt ist, geht der Hund mit allen Formalitäten auf die Reise in ein neues Leben nach Deutschland.




So auch Semmel (so heißt er jetzt), der von einem Tierschutzverein im Norden Deutschlands für einen Endplatz „geordert“ wurde. Semmel ist ein kleiner, munterer Spitz-Dackel-Mix, nicht mehr ganz jung, aber sehr lebensfreudig, mit Aussicht auf einen Platz, vermittelt über besagten Tierschutzverein.

Für Semmel aus Malta eigentlich das große Los, denn die Hunde auf der Mittelmeerinsel leben unter schlimmsten Bedingungen. Als Semmel an seinem Bestimmungsort eintraf, wurde dort bemerkt, dass er eine verkrüppelte Vorderpfote hat. Bei der anschließenden Tierarztuntersuchung stellte sich heraus, dass Semmel zudem eine zerstörte Hüftschale hat und das Bein lediglich von der Muskulatur gehalten wurde.




Der anvisierte Platz für Semmel sprang ab und die Leute dieses Tierschutzvereins wollten Semmel einschläfern lassen – weil er unvermittelbar ist. Ja, so unglaublich es klingt, und auch wir waren entsetzt, als wir davon hörten. Denn wir wurden gefragt, ob wir Semmel aufnehmen könnten. Natürlich fand sich für den kleinen Hund ein Platz im Tierhospiz und kurz darauf zog er bei uns ein.

Hier entpuppte sich Semmel als äußerst lebensfroher und munterer Kerl, der sich herausnahm, trotz seiner Behinderung bei jeder Gelegenheit seinen Spaß und seine Freude am Dasein zu zeigen.



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Tierschutzpreis der Bayerischen Staatsregierung 2011



Mit dem bayerischen Tierschutzpreis zeichnet die Staatsregierung jedes Jahr Personen und Institutionen aus, die sich im Freistaat um den Tierschutz besonders verdient gemacht haben.

Am Dienstag, den 4. Oktober 2011, dem Tag des Heiligen Franziskus (Schutzpatron der Tiere und der Umwelt), verlieh Umweltminister Dr. Markus Söder für besondere Verdienste um den Tierschutz dem Tierhospiz Hof Elise e. V. den Tierschutzsonderpreis des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit.


Die erste Vorsitzende, Ursula Bohm, nahm den Preis im Rittersaal der Kaiserburg in Nürnberg stellvertretend für alle Mitglieder des Vereins von Dr. Markus Söder in Empfang. Als Preisgeld flossen 1650,-- Euro in die Kasse des Vereins.

Das Preisgeld wurde für medizinische Zwecke im Sinne der Tiere im Tierhospiz Hof Elise e. V. verwandt.

Ursula Bohm bedankte sich bei den Mitgliedern des Vereins, die durch ihr ehrenamtliches Engagement die Hospizarbeit erst ermöglichen.





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Das neue Katzenfreigehege

Seit ich mich entschieden habe, hier zu bleiben und die Zeit zu genießen, ist das Leben echt angenehm. Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass es so schön sein kann, richtig geliebt zu werden. Früher war ich ein richtig übler Bursche. Killer-Tiger haben sie mich genannt und ich war stolz darauf. Heute will ich davon nichts mehr wissen und genieße nur noch die Streicheleinheiten, die Sonnenstrahlen, die meinen alten Körper wärmen und einfach das Dabei sein, wie letztens, als das neue Katzenfreigehege gebaut wurde.

Ich lag so in der Sonne und döste vor mich hin, als Herbergspapa Wolfgang plötzlich mit den alten Stangen und Rohren vom ehemaligen Pavillon vor unserem Katzenhaus auftauchte. Er begann unter ächzen und stöhnen, die Rohre mit den Stangen zusammen zu stecken und schraubte daran herum. Nach kurzer Zeit stand vor mir ein luftiges Gerüst. Na, habe ich gedacht, was das wohl wieder werden soll.

Später kamen dann Herbergsmama Ursula und Herbergspapa Matthias dazu, brachten Holzlatten, Werkzeug und was weiß ich nicht alles mit und bauten, hämmerten, schraubten und tackerten um mich herum, was das Zeug hält.

Als die Sonne unterging und ich mir schon überlegte, ob ich mich nicht langsam zum Futternapf begeben sollte, kamen sie mit einem großen Netz, welches sie über den ganzen Bau ausbreiteten und fest mit dem Gestell verzurrten. Erstaunt stellte ich fest, dass es hier nun gar keinen Ausgang mehr gab. Naja, wenn das Futter seinen Weg hier herein findet, dann soll es mir recht sein.

Am nächsten Morgen wachte ich auf, streckte mich, frühstückte ausgiebig und schaute mir dann das Werk ganz genau an. So sieht also ein Katzenfreigehege aus, dachte ich, mit schönen Kletter- und Sitzgelegenheiten. Auch die anderen fühlen sich wohl, können sie doch jetzt aus dem Katzenhaus heraus und sich frische Luft um die Nase wehen lassen, solange sie sich hier im Tierhospiz eingewöhnen.

Wir kommen uns vor wie im Zoo, wenn wir nach draußen schauen und Hundeschnauzen hinter dem Gitter schnüffeln. Aufgeregt machen sie hin und her und wollen zu uns. Aber wir, wir stolzieren gelassen vor ihren Nasen auf und ab. Schließlich brauchen wir für diesen Anblick keinen Eintritt zu bezahlen. Auch den Schweinen können wir auf ihre Rüssel schauen und hören sie in ihrem Auslauf grunzen.

Danke, liebe Herbergseltern, für dieses tolle Katzenfreigehege. Danke auch den Spendern, die mit ihrer Unterstützung den Bau ermöglicht haben.

Das neue Katzenfreigehege – zweiter Teil


Jetzt muss ich mich noch einmal melden. Innerhalb kürzester Zeit sprach sich herum, dass im Tierhospiz ein neues Katzenfreigehege darauf wartet, seine Bewohner aufzunehmen und die Anfragen überhäuften sich. Meine Herbergseltern kamen gar nicht mehr zur Ruhe. Es meldeten sich sogar Tierfreunde, die den Erweiterungsbau finanziell unterstützen wollten. Tja, was sollten wir da machen? Ich nahm schließlich wieder meine Beobachterposition ein und schaute zu, wie die Menschen um mich herum ein weiteres Katzenfreigehege an das schon bestehende anbauten.

Innerhalb von drei Tagen entstanden zu den ersten zwölf Quadratmetern weitere achtundzwanzig Quadratmeter Freigehege für uns Katzen. Mittendrin steht eine Trauerweide und eine kleine Buche. Drumherum gibt es viele Sitzmöglichkeiten, Kletterstellen und Abenteuerplätze. Unsere Freundin Erni aus München baut derzeit einen gigantischen, wetterfesten Kratzbaum, der auch bald noch eingebaut wird.

 

Wir sagen unseren Freunden ganz, ganz herzlich Danke für die finanzielle Unterstützung und für das wundervolle Katzenparadies.

Euer Yumak.




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Die Liesl aus Garmisch



Hallo, ich bin die Liesl aus Garmisch. Für eine vierzehn Jahre alte Milchziege bin ich noch wahnsinnig fit. Das liegt wohl daran, dass ich einen guten Platz und einen ganz lieben Papa hatte. Jawohl, hatte, denn der Hof wurde aufgelöst, mein Menschenpapa konnte mich nicht mehr behalten und ich musste mir ein neues Zuhause suchen.

Mein Papa fragte in der Gegend herum, ob mich jemand aufnehmen könnte, doch da fand sich nichts, womit er zufrieden gewesen wäre. Irgendwann hörte die Leiterin des Tierheims in Garmisch-Partenkirchen, Tessi Lödermann, von meinem Schicksal und setzte sich für mich ein. Sie telefonierte mit dem Tierhospiz Hof Elise in Lohkirchen und fragte, ob da nicht ein Platz für mich frei wäre. Und siehe da, ich durfte umziehen.

Im Tierhospiz bekam ich zuerst einmal einen eigenen Stall, das fand ich schon mal gut. An die fremden Menschen musste ich mich erst einmal gewöhnen, doch das fiel mir bald leicht, denn hier sind alle sehr nett zu mir.



Richtig lustig wurde es, als ich zum erstem Mal auf die große Weide durfte. Erst habe ich mich ein wenig geziert, man weiß ja nicht, wo die einen immer wieder hinbringen, wenn es aus der vertrauten Umgebung heraus geht. Doch auf der Weide staunte ich nicht schlecht. Waren da doch lauter Schafe, die ganz komisch reagierten, als sie mich sahen. Einerseits waren sie neugierig und wollten mich, den Neuankömmling, begutachten. Andererseits hatten wir wohl anfangs Verständigungsschwierigkeiten, denn wenn ich in Ziegensprache meinen Kopf mit den schönen Hörnern senkte und somit sagte: Bleib auf Abstand, ich kenne dich noch nicht, nahmen die Schafe gleich reisaus. Erst als Herbergsmama Ursula mit mir zusammen auf dem grünen Gras spazieren ging, lockerte sich die Stimmung auf.

 

 


Jetzt, wo es in die kalte Jahreszeit geht, bin ich wieder in meinem Stall. Da ist es warm, denn ich habe ja nicht so einen dicken Pelz wie die Schafe, ich habe meine Ruhe und kann meine müden, alten Knochen im weichen Stroh richtig schön kuschelig ausstrecken und mein Heu knabbern. Wenn Besucher kommen, begrüße ich sie und lasse mir die Stirn und Wangen streicheln. So genieße ich das Leben auf meine alten Tage im Tierhospiz und sage Danke an Tessi Lödermann, die mir diesen Platz im Tierhospiz verschafft hat.



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Billie und Susi




Billie und Susi haben auf tragische Weise ihr Frauchen verloren und blieben alleine mit ihrem Herrchen zurück. Keiner von den Dreien konnte so richtig mit der Situation fertig werden und mehrere Monate vergingen mit dem Versuch, eine neue Ordnung ins Leben zu bekommen.  Herrchen Walter hatte in seiner Trauer viele schwere Dinge zu erledigen, arbeiten musste er auch, und die beiden kleinen West Highland Terrier fanden abwechselnd bei Verwandten, Freunden oder in Hundepensionen vorübergehend Unterschlupf.

Dass das kein Dauerzustand sein konnte, war Walter schnell klar und so wandte er sich mit der Bitte um Hilfe an das Team vom Tierheim Waldkraiburg. Über die Tierheimleiterin Gabi Irber und ihren Leuten kam der Kontakt zum Tierhospiz zustande und schnell war ein Termin zum Kennen lernen ausgemacht.


Billie und Susi hatten sich das jedoch ganz anders gedacht: Kennen lernen? Brauchen wir nicht! In der Tierwelt hat sich schon herumgesprochen, wie schön es im Tierhospiz ist. Und so kam es, dass die Beiden aus dem Auto in die Arme des Herbergspapas Wolfgang sprangen, wie um zu  sagen: Hallo, da sind wir endlich, hier bleiben wir!




Und so war es auch. Billie und Susi fühlten sich von der ersten Sekunde an wie Zuhause. Alle Tierhospizbewohner waren sofort ihre Freunde und es schien, als wären sie schon immer da.




Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, ist schlafen eine der Lieblingsbeschäftigungen der beiden (neben dem Fressen). Kein Wunder, haben Bille und Susi doch eine Menge Kuschelecken und Kissen mit Decken, die zum entspannten Schlummern einladen.

Nun können sich die beiden Westies endlich von ihren schlimmen Erlebnissen erholen und Herrchen Walter, der die Patenschaft für seine Schützlinge übernommen hat, darf sie besuchen, wann immer er will.





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Fillis, Faiser und Festus


Wir,

Fillis, Faiser und Festus von Pax et Bonum,

geboren am 30. Mai 2011, sind in unsere Retrieverkörper geschlüpft, um allen Lebewesen auf der Erde Lichtbringer und Botschafter in der Kommunikation und Sterbebegleitung zu sein.

Unsere Grundausbildung zur Vielfalt aller Lebewesen wird uns im Tierhospiz Hof Elise e. V. in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren vermittelt.

Hierfür danken wir unseren „Vätern“ Ingolf und Frank für ihre Liebe und Kraft, für ihren guten Willen, sich mit uns auf den Weg zu machen.

Fillis, Faiser und Festus.


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Olaf



Ich erinnere mich nur noch an Chaos und Schmerz. Ich konnte mich kaum bewegen, weil mein Fell dermaßen verfilzt war, dass es an meiner Haut klebte wie ein verkrusteter Panzer. Meine Augen sind schon so schlecht, dass ich mich nur auf meine Ohren und meine Nase verlassen kann, und was ich zu hören und zu riechen bekam zu dieser Zeit, verdeutlichte mir das Leid meiner Artgenossen.

Irgendwann kamen Menschen und holten mich aus diesem Chaos heraus, setzten mich in ein Auto und fuhren mich ins Tierhospiz. Wir kamen mitten in der Nacht an, dunkel war es und ich wurde nur noch in eine warme Decke in ein Körbchen gepackt und durfte erst mal ausschlafen.


Am nächsten Morgen offenbarte sich meinen Herbergseltern das Desaster. Sie konnten kaum glauben, dass in diesem stinkenden Filzmantel ein lebender Hund steckte, doch ich war hier und blinzelte Herbergsmama Ursula mit meinen fast blinden Augen an.


Zuversichtlich nahm ich die folgenden Reinigungsmaßnahmen auf mich. Schließlich litt meine neue Herbergsmama weit aus mehr unter dem eitrigen, verwesenden Gestank meines vermoderten Fells, denn ich hatte mich ja schon daran gewöhnt. Auch gegen die vielen Mitbewohner in meinem Filzdickicht wurde etwas getan.

Es war ziemlich anstrengend, ständig still zu halten, auch wenn es zwickte, wenn Mama Ursula mir mit einer Schere vorsichtig die Filzpakete von der Haut schnitt. Mehrmals wurde ich gebadet und dann wurde weitergeschnitten. Auch meine überlangen Krallen hat sie mir gekürzt. Als wir schließlich fertig waren, musste ich mich erst wieder an dieses neue Lebensgefühl gewöhnen.


 

 

Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen und mein Fell wächst so allmählich nach. Ich bekomme hier fantastisches Futter, von dem ich  nicht den kleinsten Krümel übriglasse. Und was ich ganz besonders genieße sind die Streichel- und Knuddeleinheiten, die es hier immer wieder gibt. In diesen Momenten werden etwas wehmütig alte, verschüttete Erinnerungen wach, doch wird mir dabei immer ganz warm ums Herz.

Ich quelle über vor Dankbarkeit an die lieben Menschen, die mir dieses Leben ermöglicht haben, als sie mich vor dem sicheren Tod gerettet haben: Heide und Hinrich von Animal 2000 – Menschen für Tierrechte Bayern e. V. und meine Herbergseltern im Tierhospiz.




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Simba - tapfer wie ein Löwe







Die Menschen, die mich vor dem sicheren Tod gerettet haben, nannten mich Simba. Wohl weil ich trotz meines Alters und meiner eingeschränkten Beweglichkeit so tapfer durchs Leben stapfe. Wohl weil ich nie den Mut und die Hoffnung verloren habe, auch wenn ich geschlagen wurde und vielerlei Drangsal ertragen musste. Ich wusste immer, dass einmal bessere Zeiten kommen und ich ein behütetes Leben führen darf. Und das kam, als ich nach meiner Rettung ins Tierhospiz gebracht wurde.

Nun bin ich ein alter Herr, der zufrieden ist, wenn er sein Futter und seinen ruhigen Schlafplatz hat. Mehr noch: Ich darf nach Lust und Laune über das Gelände laufen, auch wenn es komisch aussieht, wenn ich mit meiner Arthrose so schwer hinke. Und was finde ich da immer wieder? Lauter schönes Spielzeug, welches ich mir sicherheitshalber in mein Zimmer mitnehme. Oder ich suche  mir mit dem erbeuteten Teddybären eine freie Hundehütte, kuschele mich dort ein und befasse mich ausgiebig mit ihm. Auch Abenteuerlust habe ich noch eine ganze Menge. Dann klettere ich mal so geschwind auf die Hundehütte neben der Haustüre und erschrecke meine Herbergsmama. Na, das ist mir aber gelungen!




Wenn ich dann abends nach einem aufregenden Tag auf meinem eigenen, weichen und flauschigen Kissen liege, träume ich von lauter schönen Dingen, die mir dann am nächsten Tag auch passieren.




Ich freue mich so, dass ich hier im Tierhospiz sein darf und sage ganz artig Danke an Ute Hübner vom Tierschutzverein Europa und ihren Leuten, die mich gerettet und ins Tierhospiz gebracht haben. Und ich sage Danke an meine Herbergseltern, die mir auf meine alten Tage so ein Leben ermöglichen. Ein Traum, der sich erfüllt hat.

Danke, Euer Simba.

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Hilfe für Bretonen in Not



Hallo Leute, hier sind Rebecca und Gaston. Jetzt wollen wir Euch mal was erzählen. Da waren wir doch in so einem Messi-Haushalt, 47 Hunde in einem grausamen Zustand. Nackt, abgemagert und verdreckt. Manche von uns waren so krank und schwach, dass sie keine Lebenskraft mehr hatten. Die Leute vom Tierheim Bethune und vom Verein Bretonen in Not e. V. haben uns da rausgeholt, medizinisch versorgt und sich rührend um uns gekümmert.

Als wir soweit im Zustand gefestigt waren, sind wir nach und nach auf Pflegestellen und das eine und andere neue Zuhause gekommen. Wir zwei, Rebecca und Gaston, durften ins Tierhospiz Hof Elise, wo wir unser eigenes Zimmer mit eigenem Auslauf bekamen.

In unserem Zimmer stehen zwei Körbe mit flauschiger, warmer Decke und Kissen, in die wir uns zusammen kuscheln können. Zu Essen bekommen wir gut und reichlich, so dass wir inzwischen wieder körperlich gut in Form sind.

Nun gut, Gaston ist total blind und taub. Aber seine Nase funktioniert noch hervorragend, so dass er sofort spürt, wenn jemand in der Nähe ist, der ihn streicheln kann, und dann gibt es für ihn kein Halten mehr.

Rebecca ist da eher zurückhaltend und vorsichtig. Lieber etwas Abstand halten und abwarten, ist das Motto. Aber wenn sie merkt, dass die streichelnde Hand etwas gutes ist, wird auch sie zum Genießer.

Wir beide haben auch schon neue Freunde gefunden: Olaf und Ginger, über die in dieser Broschüre auch berichtet wird. Mit Olaf kuscheln wir gerne in unserem Korb, er ist einfach ein lustiges und liebes Kerlchen. Ginger ist für uns eine liebevolle Oma, die auf uns aufpasst und ihre Streifenrunden geht.

Wir sagen ganz herzlich Danke an alle, die uns diesen schönen Lebensabend ermöglicht haben.

Eure Rebecca und Gaston.




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Ein gesegnetes Weihnachtsfest


Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde,

wir möchten uns von ganzem Herzen bedanken für die treue Unterstützung unserer Arbeit im Tierhospiz Hof Elise e. V.

Pike ist nicht nur unser erstes Tier der Woche auf unserer Internetseite, er ist auch unser Christkindl-Botschafter.

Pike:

" Gerade dieses Jahr zu Weihnachten ist es mir wichtig, Euch all meine Gefühle und Wünsche mitzuteilen. 2011 war bepackt mit Freud und Leid: Beides müssen wir fühlen, um Frieden zu leben. Da wurde ich beschenkt vor nicht gar so langer Zeit mit einem Partner, einem herzigen Shar Pei Mädchen. Lucy half mir, mit meinen drei Beinen über einige Hürden zu springen und den Part des Lebens bedingungslos anzunehmen.
Mir verbleibt nur noch wenig Zeit in Menschenjahren doch die stopfe ich voll mit den wunderbaren Erlebnissen von Euch und meinen Freunden. Dieses lasst uns beibehalten, um so viel Tieren wie möglich helfen zu können.

Deshalb wünsche ich mir und Euch zu Weihnachten in mein leeres Säckchen ein Kilo Gesundheit, ein Kilo Kraft, ein Kilo materielle Hilfsmittel und 93 Kilo Liebe und Mitgefühl.

In diesem Sinne ein gesegnetes und bewußtes Weihnachtsfest und ein mit Tatendrang begonnenes Neues Jahr,

Euer Pike"

Liebe Mitglieder, unsere letzte Broschüre für dieses Jahr entnehmt bitte unserer Internetseite unter "Service/Download". Dort haben wir sie als pdf-Datei zum Herunterladen bereitgestellt.

Wir schließen uns den Wünschen von Pike an und freuen uns mit Euch auf ein weiteres kraftvolles Neues Jahr, Eure

Ursula Bohm, 1. Vorsitzende
Kurt Hainke, 2. Vorsitzender
Helga Lutz-Hainke, 2. stellertretende Vorsitzende
Sören Döhler, Schriftführer
Wolfgang Bohm, Schatzmeister


Weihnachtsbotschaft 2011




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Zu Weihnachten laufen die Gefühle der Menschen auf Hochtouren. Über die alte Geschichte, dass wir uns Liebe, Gesundheit und ein freudvolles Leben schenken, über Gesten, Taten und Gedanken, installieren wir eine materielle Welt, die von Vergänglichkeit geprägt ist. Wünsche nach materiellen Dingen sind vergänglich, da nur ein Zeitbereich der Wunschemotion ausschlaggebend ist.

Wir wissen doch, wenn Wünsche erst befriedigt wurden, haben wir schon bald eine Sättigung erreicht und Desinteresse macht sich breit, weil unser Leben Bewegung ist.
Gerade zu diesen emotionalen Festen ist es um so schwieriger, unseren Verstand über Triebwünsche zu setzen.

Und so kommt es leider immer wieder vor, dass unter dem Weihnachtsbaum Tiere als Geschenke liegen. Was passiert mit dem jungen Hund oder der jungen Katze, wenn der Weihnachtstrubel vorbei und alle wieder in der Arbeit sind, wenn die Ferien vorbei und die Kinder in der Schule sind?


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"Wir sind keine Gegenstände, die man in die Schublade stecken kann und bei Bedarf hervorholt. Wir haben Hunger, wir wachsen heran, wir stellen auch so einiges an, Erziehung muss uns angedeihen und Tierarztbesuche müssen immer mal wieder sein. So wachse ich langsam aus meiner Niedlichkeit heraus.

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Wenn ich Glück habe, hocke ich dann bis zu acht Stunden zu Hause und keiner hat mehr Zeit für mich. In den Regen raus, das willst Du nicht - so geht es weiter und du zwingst mich zu wandern, von einer Hand zur anderen.
Niemand denkt dann zurück an ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk auf vier Beinen. Fort ist mein Glück und der Wunsch, dein Freund zu sein wird zum Mißgeschick. Stell dir mal vor, da sind Tiermenschen, die ihre Menschkinder zum Weihnachtsfest verschenken, nur weil sie niedlich sind und andere sie sich wünschen. Und stell dir vor, sie werden ihrer dort auch überdrüssig. So wie ihr unserer überdrüssig werdet.


Sie werden dann in ein Heim gepackt für Kleinkinder, auf eine Liste gesetzt, und übers Internet an andere Tiermenschen vermittelt.


War das der Sinn des Weihnachtsgeschenks?"

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