Geschäftsbericht
Tätigkeitsbericht für
das Jahr 2011
Der Verein Tierhospiz Hof Elise engagiert
sich im Tierschutz. Der Verein wurde am 2. Mai 2008 mit dem ausschließlich und unmittelbar
gemeinnützigen Zweck der Förderung des Tierschutzes gegründet. Mit
Bescheinigung des Finanzamts Mühldorf vom 2. Mai 2008, St.-Nr. 141/111/00978
und Freistellungsbescheid des Finanzamtes Mühldorf vom 26. März 2009, ist der
Verein Tierhospiz Hof Elise als gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff AO
dienend und zu den in §5 Abs. 1, Ziffer 9 KStG bezeichneten Körperschaften
gehörig als besonders förderungswürdig anerkannt.
Der
Vorstand des Vereins Tierhospiz Hof Elise besteht aus fünf Personen, die
in der täglichen Vereinsarbeit gelegentlich von Helfern unterstützt werden.
Sowohl Vorstand als auch Helfer arbeiten rein ehrenamtlich.
Sämtliche
Tierschutzaufgaben, denen sich der Verein Tierhospiz Hof Elise laut Satzung
verschrieben hat, werden durch private Zuwendungen finanziert. Da sind zum
einen die Fördermitglieder, die sich zwar nicht unbedingt aktiv innerhalb des
Vereins betätigen, jedoch die Ziele und den Zweck des Vereins durch ihre
Beiträge fördern und unterstützen. Zum anderen tragen Paten mit ihren
regelmäßigen, längerfristig zugesagten Zuwendungen zur Grundsicherung unserer
Arbeit bei. Dritte wichtige Säule bilden die Spender, die uns durch
Einzelspenden unterstützen. Zum Ende des Jahres 2010 hatte der Verein
Tierhospiz Hof Elise 108 Fördermitglieder sowie 22 Paten.
Das
Geschäftsjahr 2010 wurde mit einem geringen Überschuss abgeschlossen.
Aktivitäten
1. Hunde:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 55 Hunde aufgenommen. Die
Hunde wurden aus Massenzuchten geborgen, kamen aus Sterbefällen, wurden aus
schlechter Haltung ausgelöst, oder kamen zu uns wegen Eintreten eines
Pflegefalles der Besitzer. Im Jahr 2010 sind 34 Hunde bei uns gestorben, 15
wurden auf Pflegeplätze gegeben, davon 8 auf Außenstellen des Vereins, 7 Hunde
wurden an andere Tierschutzvereine übergeben.
2. Katzen:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 8 Katzen aufgenommen. Die
Katzen wurden aus schlechter Haltung ausgelöst, wurden gefunden und zu uns
gebracht, kamen aus Sterbe- oder Pflegefällen. 5 Katzen sind im Tierhospiz
gestorben und 2 Katzen sind auf Pflegestellen gegeben worden.
3. Pferde/Ponys:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 5 Pferde bzw. Ponys
aufgenommen. Die Pferde und Ponys gelangten aus Notfällen der Besitzer oder aus
Altersgründen zu uns, wurden aus schlechter Haltung geborgen oder vom
Schlachter gerettet. 5 Pferde, bzw. Ponys sind bei uns gestorben, 3 Ponys sind
an Pflegestellen gegeben worden.
4. Minischweine:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 2 Minischwein-Sauen
aufgenommen. Die beiden wurden bei einem Einsatz in einer Kleingartenanlage in
Karlsfeld bei Dachau aus einem total zugemüllten Schrebergarten geborgen.
5. Schafe:
Im Jahr 2010 sind im Tierhospiz Hof Elise zwei Schafe gestorben: Stefan von der
Familie Bergwohl und Oma Charlotte.
6. Gänse:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise 3 Gänse aufgenommen und eine
Gans auf einen Pflegeplatz abgegeben, womit die Anzahl an Gänsen auf vier
gewachsen ist.
7. Hühner:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise mehrere Hühner aufgenommen,
unter anderem auch Franzl mit Sissi und Lissy, die sonst sehr wahrscheinlich
auf dem Teller gelandet wären. Zum Ende des Jahres 2010 fanden somit ein Hahn
und 6 Hennen eine Herberge im Tierhospiz und danken es hin und wieder mit einem
Ei.
8. Ziervögel:
Im Jahr 2010 hat der Verein Tierhospiz Hof Elise folgende Ziervögel
aufgenommen: 2 blinde und alte Nymphensittiche, ein altes
Nymphensittich-Pärchen, ein altes Ziegensittich-Pärchen. Ein Ziegensittich ist
im Tierhospiz gestorben.
9. Außenstellen:
Aus der Arbeit des Vereins Tierhospiz Hof Elise haben sich bis ins Jahr 2010
mehrere Außenstellen entwickelt. Diese Außenstellen werden ausschließlich von
Vereinsmitgliedern ehrenamtlich geführt. Die Kosten für die Tierversorgung wie
Futter, Pflege und Tierarzt werden von den Mitgliedern der Außenstellen selbst
getragen, bzw. mit Hilfe von Spenden finanziert. Insgesamt waren im Jahr 2010 8
Außenstellen aktiv in der Tierschutzarbeit tätig:
a) Katzenstation in Rosenheim: Diese
Station hat im Jahr 2010 ca. 180 Katzen und mehreren Igeln auf 14 ehrenamtlich
geführten Pflegestellen eine dauerhafte Herberge gegeben. Eine dieser
Pflegestellen hat ausschließlich VIP-Katzen und bietet ihnen einen glücklichen
Lebensabend.
b) Nazcrosa bei Landsberg am Lech:
Die Familie Schweitzer versorgte auf ihrem Hof im Jahr 2010 2 Degus, 16 Hühner
und einen Hahn, 10 Hasen, 8 Ziegen, 2 Pferde und 2 Ponys, 3 Minipigs, 2 Gänse
und 2 Enten, 13 Hunde fest im Hospiz und 4 Pflegehunde und 10 Tauben.
c) Igelstation in Grabenstätt: Monika
Freimuth und Elisabeth Hüller haben im Jahr 2010 für 160 Igel eine Herberge
bereitgestellt. Für jeden Igel musste eine eigene Wohnbox eingerichtet werden
mit entsprechend Futterschalen und medizinischer Versorgung. Ein sehr kleiner
Teil der Kosten für Tierarzt, Futter und Entsorgung ist durch Spenden
finanziert worden, den größten Teil haben Frau Freimuth und Frau Hüller aus
eigener Tasche getragen.
d) Hasienda in Kolbermoor: Die
Hasienda ist unsere Nager- und Kleintierstation, ehrenamtlich geführt von
unseren Mitgliedern, dem Ehepaar Bollinger. Zum Ende des Jahres 2010 wurden
hier 33 Kaninchen, 7 Meerschweinchen, 42 Vögel und 9 Igel betreut.
e) Pudelstation in Taunusstein: Die
Pudelstation hat eine Platzkapazität für 3 Pudel, die im Jahr 2010 alle
durchgehend belegt waren. Die Kosten für Futter und Pflege wurden von unseren
Mitgliedern der Station übernommen, bei den Tierarztkosten hat der Verein
Tierhospiz Hof Elise einen Teil beigesteuert.
f) Station
für Eurasier und nordische Hunde bei Lübeck: Durchgehend im Jahr 2010 hat die
Station zwei Eurasier versorgt, wie zum Beispiel die vom Verein Tierhospiz Hof
Elise bei einem Massenzüchter geborgene Eurasier-Hündin Nofretete.
g) Station für kleine, gehandicapte
Hunde in Seesen: Zum Ende des Jahres 2010 hat die Station 8 Hunden mit Handicap
eine Herberge gegeben. Auch hier hat der Verein Tierhospiz Hof Elise einen Teil
der Tierarztkosten übernommen.
h) Wildtieraufzuchtstation in
Lohkirchen: Im Laufe des Jahres 2010 wurden in der Wildtieraufzuchtstation
folgende Tiere versorgt und größtenteils erfolgreich ausgewildert: 11 Amseln, 9
Spatzen, 3 Stieglitze, 3 Grauschnäpper, 1 Star, 8 Grünfinken, 1 Buchfink, 18
Stadttauben, 6 Türkentauben, 48 Stockenten, 1 Mandarinente, 1 Haubentaucher, 2
Rauchschwalben, 5 Mauersegler, 1 Eichhörnchen, 27 Igel, 6 Steinmarder, 7
Feldhasen und 2 Erdkröten. Die 48 Stockenten sind beringt und sind noch
größtenteils an den Auswilderungsstellen zu beobachten. Zwei von ihnen haben in
diesem Jahr selbst Nachwuchs. Die meisten Tiere, die in der
Wildtieraufzuchtstation gelandet sind, wurden als Babys gebracht, die sich noch
nicht selbst versorgen konnten. Einige Tiere kamen verletzt und konnten gesund
gepflegt und wieder ausgewildert werden. Somit hat der Verein Tierhospiz Hof
Elise im Jahr 2010 insgesamt 758 Tieren Obhut gegeben.
10. Lebensraum für die Tiere im
Tierhospiz: Durch den Zuwachs in der Gänsefamilie hat sich der Platzbedarf
erhöht. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben wir ein zweites Gänsegehege
von ca. 200 m2 gebaut, mit Unterstand und Bademöglichkeit.
11. Unterstützungen im Sinne des
Tierschutzes: Der Verein Tierhospiz Hof Elise hat im Jahr 2010 finanzielle
Unterstützung bei tierärztlicher Behandlung (d. h. Übernahme der
Tierarztrechnung) für bedürftige Tierhalter in Mühldorf, Waldkraiburg,
Taunusstein und Neumarkt St. Veit geleistet.
12. ebenfalls Unterstützung im Sinne
des Tierschutzes: Auch im Bereich Beratung und Aufklärung konnte in 2010 wieder
ein Beitrag zum besseren Umgang mit Tieren geleistet werden. Durch die Vielzahl
der Menschen, die sich beim Verein Tierhospiz Hof Elise melden, um sich über
unsere Arbeit zu informieren, wurde es ermöglicht, den Tierschutzgedanken über
artgerechte Tierhaltung zu kommunizieren und damit viele Menschen in
ausführlichen und sehr zeitintensiven Gesprächen dafür zu interessieren.
13.Öffentlichkeitsarbeit: Um die
Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und Unterstützer und Förderer zu gewinnen, hat
der Verein Tierhospiz Hof Elise im Laufe des Jahres 2010 drei eigene Broschüren
herausgebracht, in denen über die aktuellen Tätigkeiten, Tierschicksale und
Erfolge sowie über die allgemeine Entwicklung des Vereins berichtet wurde. Um
Kosten zu sparen, haben Mitglieder und Vorstand selbst Hand angelegt bei Druck
und Bindung. Die Broschüren fanden regen Anklang bei vielen Tierfreunden.
14.Internetpräsentation: Die
Internetseite „www.tierhospiz-sametsham.de“ dient dazu, unsere
Tierschutzarbeit, Aktionen und Tierschicksale transparent darzustellen sowie
Mitglieder und Spender für unseren Verein zu gewinnen. Die Gestaltung und
Betreuung der Internetseite erfolgt kostenlos durch Mitglieder des Vereins,
eventuell entstehende Kosten (Provider) werden von einem Vereinsmitglied
selbstlos getragen und nicht dem Verein anheim gestellt. Bei speziellen
Programmierungs-Funktionen ist die Firma DNNM GbR, München, kostenlos mit Rat
und Tat zur Seite gestanden.
15.Kooperation mit anderen
Tierschutzvereinen und Privatpersonen: Die vereinsübergreifende
Tierschutzarbeit ist dem Verein Tierhospiz Hof Elise sehr wichtig. So wurden
einige Tierrettungen nur mit selbstloser Hilfe anderer Tierschutzvereine im
ganzen Bundesgebiet und der Unterstützung von Privatpersonen ermöglicht. Wie bereits
letztes Jahr vorgenommen, hat der Verein Tierhospiz Hof Elise die gute
Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen im Jahr 2010 ausgebaut und intensiviert.
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