-> Schutz vor Beschädigung
-> Profiltiefe beachten
-> Luftdruck regelmäßig überprüfen
-> Sommerreifen
-> Überladung vermeiden
-> Kontrolle durch den Fachmann
-> Reifenersatz unvermeidbar
Schutz vor Beschädigungen
Es kommt immer wieder vor, daß unachtsam über scharfe, kantige Gegenstände oder Bordsteine gefahren wird. Dadurch kann der Reifenaufbau nachhaltig geschädigt werden, was auf den ersten Blick nicht immer sichtbar ist. Aus diesem Grund sollten Sie die Reifen in regelmäßigen Abständen auf Beulen, Risse oder eingedrungene Fremdgegenstände kontrollieren.
Besonders gilt das für Reifen mit den Kennziffern H, V, W, Y, oder ZV. Diese können aufgrund der hohen Belastung nicht mehr repariert werden.
Beschädigte Reifen sofort abmontieren. Sogenannte Pannensprays helfen nur vorrübergehend bis zum Erreichen der nächsten Werkstatt.
Profiltiefe beachten
Die Profiltiefe muß laut Gesetz mindestens 1,6 mm betragen. Wer mit weniger Profil unterwegs ist, kann dafür in arge Schwierigkeiten kommen. Mit zu wenig Profil, erlischt die Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeuges, das führt wiederum zum Verlust des Versicherungsschutzes.
Zur Beurteilung der Profiltiefe gibt es auf den Reifen sog. Abnutzungsindikatoren: Das sind kleine Erhebungen in den Rillen der Reifen. Ist diese Erhebung ebenbündig mit dem Profil, ist es höchste Zeit, den Reifen zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt steigt die Aquaplaning-Gefahr und das schlechter werdende Bremsverhaltens rapide an.
Folgende Profiltiefen sollten beachtet werden:
* Sommerreifen ab 2 mm Restprofiltiefe
* Breitreifen ab 3 mm Restprofiltiefe
* Winterreifen ab 4 mm Restprofiltiefe
Luftdruck regelmäßig überprüfen
Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn. Der richtige Reifendruck wird vom Reifenhersteller und vom Fahrzeughersteller gemeinsam festgelegt. Als Folge falschen Luftdrucks können auftreten:
ungleichmäßige Profilabnutzung
schlechtere Haftung
Der Luftdruck sollte alle vier Wochen überprüft werden. Vergessen Sie auch den Reservereifen nicht! Hier sollte jedoch der Luftdruck um 0,5 bar höher sein.
Sommerreifen
Aufgrund der weicheren Gummimischung verschleißen Winterreifen bei höheren Temperaturen schneller und werden schwammig.
Sommerreifen bleiben aufgrund ihrer härteren Gummimischung bei Temperaturen unter 7 Grad nicht flexibel genug. Aus diesem Grund bieten auch 'gute' Sommerreifen keine Sicherheit in kälteren Jahreszeiten. Ganzjahresreifen stellen nur eines Kompromiß dar, weil dieser Reifen für keine Jahreszeit optimal ausgelegt ist.
Überladen vermeiden
Extreme Überladungen, die über das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs hinausgehen, können ebenfalls zu Schäden führen. Vor allem dann, wenn gleichzeitig weitere Risikofaktoren (z.B. falscher Luftdruck und hohe Außentemperaturen) auftreten. Hier können Schäden im Reifenaufbau und hoher Profilverschleiß als Schaden auftreten. Das verringert natürlich die Lebensdauer Ihrer Reifen.
Reifenpflege in der Werkstatt
Mindestens einmal pro Jahr sollte ein Fachmann die Reifen auswuchten. Das Auswuchten gleicht Gewichtsveränderungen aufgrund ungleichmäßigen Abtriebs o.ä. aus und stellt die Reifen wieder optimal auf das Fahrzeug ein.
Reifenersatz unvermeidbar
Reifen müssen ersetzt werden, wenn die Mindestprofiltiefe erreicht oder eine irreparable Beschädigung aufgetreten ist. Ein weiterer Grund kann Überalterung sein. Ist der Reifenwechsel nur an einem Rad nötig, kommt natürlich zuerst der Ersatzreifen in Frage. Ist dieser aber älter als sechs Jahre, sollte dieser nur noch in Notfällen eingesetzt werden.
Grundsätzlich gilt: an einer Achse möglichst nur Reifen gleicher Profilarten oder -tiefen montieren. Auch sollten nur Reifen eines Herstellers auf einer Achse gefahren werden. Die Fahr- und Bremseigenschaften des Fahrzeugs werden sonst nachhaltig beeinträchtigt. Die Reifen sollten unbedingt den Angaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers entsprechen, welche im Fahrzeugschein nachzulesen sind.