Unsere
Familien-Bergwanderung
2017


Text und Bilder: R. Kranz

Zwischen Hochplatte und Friedenrath


Die Tour im Überblick
Die 17. Familien-Bergwanderung war für Samstag, den 7. Oktober 2017 geplant. Aber das Wetter wollte nicht mitspielen und so wurde die Tour kurzfristig um eine Woche auf Sonntag, den 15. Oktober verschoben. Eine kluge Entscheidung, denn an diesem Tag sorgte der Hurrikan "Ophelia", der über dem Atlantik tobte, in Mitteleuropa für traumhaftes Wanderwetter mit Temperaturen um die 22 Grad - in der Sonne noch deutlich wärmer.
Da im Vorfeld keine Zeit war, eine neue Tour auszuwählen und zu inspizieren, war der Entschluss schnell gefasst, eine bereits durchgeführte Tour in abgewandelter Form zu wiederholen. Wegen des leichten Schwierigkeitsgrades und der vorhandenen Aufstiegshilfe fiel die Wahl auf die Bergwanderung zur Hochplatte aus dem Jahr 2009.
Anfahrt:
Um 08:15 Uhr trafen sich 8 Erwachsene an der Tennisanlage. Die Luft war noch kühl und frisch, aber sämtliche Wettervorhersagen kündigten einen sonnigen Tag an. Verteilt auf zwei Pkw startete die Gruppe gegen 08:30 Uhr.
Schon nach kurzer Zeit bot sich oberhalb von Kirchdorf ein fantastischer Ausblick: Die Berge lagen schon in der Sonne, davor eine riesige Nebelfläche, aus der nur die Bergkuppen und Wälder hervorschauten. Die Fahrt verlief ohne Probleme, aber bedingt durch den lebhaften Verkehr sehr zäh. Man hatte das Gefühl, dass heute ganz Bayern unterwegs war. Und dann kam auch noch eine weiträumige Umleitung über die Autobahn dazu. Als wir endlich gegen 10:15 Uhr auf dem Parkplatz an der Hochplattenbahn ankamen, war dieser schon gut gefüllt.
Kurze Zeit später saßen wir im Sessellift und freuten uns sehr, als wir aus dem Schatten heraus in die wärmende Sonne schwebten.

Erst mal schau'n, wo's lang geht ...

Angetreten zum Appell
Aufstieg (Teil 1):
Von der Bergstation der Hochplattenbahn aus führte uns eine wenig anstrengende Forststrasse hinauf auf den Sattel zwischen Hochplatte und Friedenrath. Unterwegs boten sich immer wieder tolle Ausblicke ins oberbayrische Land und hier speziell auf den Chiemsee, der mit jedem Höhenmeter mehr und mehr von seiner Größe preis gab. Unterwegs passierte uns ein Jeep, der Verpflegung und Getränke transportierte. Also brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, an der Alm "leer" aus zu gehen; der Nachschub war gesichert.

Zipp - und weg ist das Hosenbein

In der Ferne taucht der Chiemsee auf
Aufstieg (Teil 2):
Unterhalb der Hochplatte teilten wir uns in zwei Gruppen auf: Die erste Gruppe (3 Frauen) bevorzugte ein Sonnenbad an Ort und Stelle, während die zweite Gruppe (4 Männer und 1 Frau) den halbstündigen Anstieg zum Gipfel in Angriff nahm. Der auf der Nordseite gelegene Steig war durch die Regenfälle der vorangegangenen Tage teilweise sehr aufgeweicht. Erde und Nässe machten besonders die steinigen Passagen sehr glitschig und damit nicht ganz ungefährlich. Hier war hohe Konzentration gefordert.

Blick hinüber zur Kampenwand

Der Chiemsee in voller Größe

Welcher Berg ist das?

Volksfest auf der Hochplatte
Gipfel:
Oben angekommen traute man seinen Augen nicht. Der gesamte Gipfelbereich war mit Bergwanderern geradezu übersäht. Wir hatten Mühe, geeignete Plätze zum Rasten zu finden. Jetzt war erstmal eine Brotzeit angesagt. Nebenbei wurden die im Sichtfeld liegenden Gebirgszüge bzw. Berge identifiziert - und das waren nicht eben wenige. Von Ost nach West präsentierten sich der Hochgern, der Hochfelln, das Steinerne Meer, die Loferer Steinberge, die Winkelmoss-Alm, das Großglockner-Massiv, der Hochkössen, die Zillertaler Alpen, der Wilde und der Zahme Kaiser, der Geigelstein und - last but not least - die Kampenwand.

Hochgern und dahinter Hochfelln

Wilder und Zahmer Kaiser

Blick hinüber zur Kampenwand ...

... und zur Piesenhausener Hochalm

Höher geht's hier nicht

Auf der Sonnenbank ...
Abstieg (Teil 1):
War der Steig bergauf schon schwierig, mussten wir ihn jetzt talwärts bewältigen, was die Sache wegen der o.g. Umstände noch anstrengender und gefährlicher machte. Bis auf einen Ausrutscher, der aber glücklicherweise nur zu einer verschmutzten Hose führte, kamen alle fünf heil am Sattel an. Die zurückgelassenen "Sonnenanbeterinnen" waren bereits in Richtung Piesenhausener Hochalm aufgebrochen und wir folgten ihnen.
An der Hütte herrschte Hochbetrieb. Trotzdem hatte unser "Vorauskommando" einen freien Tisch auf der Südseite ergattert und zwei Damen standen bereits weit vorne in der Schlange. Essen und Getränke ließen dann auch nicht mehr lange auf sich warten.
An diesem schönen Fleck möchte man eigentlich ewig verweilen - aber die Sonnenbrandgefahr und insbesondere der Zeitpunkt der letzten Talfahrt sprach dagegen. Also nach ca. 1 Stunde Aufenthalt Abmarsch in Richtung Staffnalm.

Die Piesenhausener Hochalm

Ausblick nach Süden

Frauenpower

Ranger
Abstieg (Teil 2):
Bis zur Abzweigung zur Staffnalm folgten wir dem gleichen Almweg, den wir auch gekommen waren. An der Flanke des Friedenrath entlang führte der schmale Weg durch den herbstlichen Wald talwärts. Noch ein paar Schritte über Almwiesen, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen, und die Bergstation an der Staffnalm war erreicht. In gemütlichem Tempo ging es jetzt mit der Seilbahn nach unten und alle waren froh, den Talweg ob der müden Beine nicht mehr laufen zu müssen.

Zurück zur Staffnalm

Ein letzter Herbstgruß auf der Talfahrt
Rückfahrt/Abendessen
Wie bei allen bisherigen Bergwanderungen stand auch diesmal ein gemeinsames Abendessen auf der Agenda. Als Ziel hatten wir uns den "Gasthof zur Schönen Aussicht" in Höslwang ausgesucht, wobei der Name absolut berechtigt ist (ein Muss für den, der noch nicht dort war). Bis dahin mussten wir uns allerdings im Schritttempo durch den starken Rückreiseverkehr quälen. Als dann auch noch ein Stau auf der Autobahn gemeldet wurde, entschieden wir uns, auf der Landstraße zu bleiben und den Chiemsee östlich zu umfahren. Das war klug, denn hier kamen wir mit Unterstützung des Navis gut voran.
Im Gasthof selbst hatten wir Glück, dass gerade ein großer Tisch frei wurde. Die Bestellung ging schnell vonstatten und bis zum Essen konnten wir die Eindrücke dieses tollen Tages nochmals aufleben lassen. Beim Abservieren waren alle Teller leergeputzt, ein Zeichen dafür, das der Hunger wohl sehr groß war und das Essen geschmacklich überzeugen konnte. Zu den Bayrischen Bergen passte natürlich Bayrisch Creme am besten - das Tüpfelchen auf dem "i" an diesem Tag.


Unsere Gastgeber ...

... und der Blick vom Biergarten

Bayrisch Creme - ein würdiger Abschluss eines tollen Tages
Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte, sollte sich den Termin der nächsten Familien-Bergwanderung merken oder gleich im Kalender dick anstreichen. Am "06.10.2018" heißt es dann wieder "TC-Schwindegg unterwegs". Bis dahin!

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