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21.07.2024
Montgelas: Von der Person zur Reform
Geschrieben von Hans Braunhuber   
31.10.2006
Beitragsinhalt
Montgelas: Von der Person zur Reform
Grundlegendes
Montgelas
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Bürokratie
Und was bleibt

montgelas_1799Montgelas wurde 1759 in München geboren. Seine Studienzeit führte ihn wohl nach Nancy, Straßburg und Ingolstadt. Er schloss ein Jurastudium ab. Von 1777 bis 1787 war er Hofrat in Diensten der Wittelsbacher. Von 1787 bis 1799 stand er in den Diensten des Herzogtums Pfalz. Von 1799 bis 1817 war er Außenminister in Bayern, von 1803 bis 1806 und 1809 bis 1817 zusätzlich Finanzminister, von 1806 bis 1817 auch Innenminister.  Als dreifacher Minister hatte er großes Ansehen und große Macht, erledigte aber auch ein gehöriges Arbeitspensum. Seine Idee von der Arbeitsteilung der Ministerien hatte er dabei wohl vorübergehende zu den Akten gelegt oder sehr eigenwillig interpretiert. Für seine Reformen umgab er sich mit zahlreichen kreativen Köpfen seiner Zeit. 

1808 setzte Montgelas einen Großteil seines „Ansbacher Mémoire" in die neue bayerische Verfassung um. Mit dem Gedanken einer Volksvertretung, die dann in der Verfassung von 1818 ihren Niederschlag fand, konnte er sich allerdings nicht mehr anfreunden.

1817 wurde er in Folge von Hofintrigen „aus gesundheitlichen Gründen" entlassen. Er widmete sich fortan seinen Memoiren als Rechtfertigung seiner Tätigkeit sowie der Verwaltung und Mehrung seines Vermögens. 1833 führte ihn der Weg auch in unsere Region: Er erwarb Schloss und Grundeigenschaft Egglkofen, in dem sich bis vor einigen Jahrzehnten auch das Familienarchiv befand.  (Das Finanzministerium ist übrigens noch bestrebt, dieses Gebäude zu erwerben)
Am 14.Juni 1838 starb Montgelas in München.

 

 



Letzte Aktualisierung ( 02.11.2006 )
 
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