Wichtig war mir vor allem ein Notebook ohne Windows-Steuer, also entweder ohne OS oder mit vorinstalliertem Linux
(würde allerdings den ganzen Spaß der Installation versauen). Wichtig war mir auch eine lange
Laufzeit und leiser Betrieb. Das Display sollte mehr als die oft noch üblichen 1024x786 Bildpunkte haben und
nicht zu klein sein (Subnotebooks sind zwar was feines f�r unterwegs, aber stationär brächte man für
stundenlange Arbeit doch zusätzlich ein externes Display). Ein PowerBook wäre wieder eine Möglichkeit,
würde allerdings bedeuten wie bei meinem alten, wieder alles selbst zu compilieren, oder die Distribution zu wechseln.
Außerdem gibt es eben das Problem mit der Treiberunterstützung, insbesondere bei Grafikkarten gibt es quasi nur
noch Binary-Only von ATI und NVidia, die die Hardware wirklich ausreizen, leider aber keine PowerPC Versionen.
Letztendlich dann doch lieber ein Pentium-M Modell.
Die in den letzten Tagen durch diverse Onlineforen tickernden Meldungen von mangelndem Support für Linux
durch ASUS und die Gerüchte, dass ASUS künftig keine Notebooks mehr ohne Windows ausliefern will
(c´t 17/2004, Seite 92), waren mir zum Zeitpunkt der Bestellung noch nicht bekannt. Ich finde das schade, aber nur durch
Förderung von Verkäufen von Windowsfreier Hardware kann man solchen Tendenzen entgegenwirken. Vielleicht
überlegt es ASUS sich ja auch nochmal, wenn die Umsätze nach einer solchen Maßnahme schrumpfen.
Vorweg, die Basisinstallation lief dermaßen langweilig, dass es keiner Erwähnung wert ist. Notebook
einschalten, sich über die Meldung gefreut, dass kein Bootmedium gefunden wurde (Notebook ohne Windows),
DVD eingelegt und einfach installiert.
Schnittstellen, Modem (mit smartlink-softmodem Paket), X und Sound, dynamische Taktung des Pentium-M, alles
auf Knopfdruck durch SuSEs YaST durchgeführt. Am Anfang hab ich mich schon gefragt, was ich zur Installation
hier schreiben soll.
Aber ganz so perfekt war es dann doch nicht und es gibt schon noch einige Kleinigkeiten, bei denen man
nachbessern kann, diese folgen.
Der ATI Radeon 9600 wird bei der Installation erkannt, die 1400x1050 Bildpunkte muss man allerdings
manuell in Sax2 einstellen. Kein Problem, schnell erledigt, Touchpad und die mitgelieferte Maus werden
sofort funktionsfähig.
Schaut auf den ersten Blick alles perfekt aus, aber... natürlich findet man schnell die ersten
Verbesserungsmöglichkeiten. Los geht es mit der Maus, deren Rad hier nicht scrollen wollte, hab ich
durch manuelles Editieren der /etc/X11/XF86Config (XFree-Treiber SuSE 9.1) erledigt.
Dann ist auch der Synaptics Treiber fürs Touchpad nicht eingerichtet (obwohl bei SuSE 9.1 dabei).
Ja, es geht auch so, aber einige nette Features sind dann eben nicht verfügbar. SuSE hat in der SDB
hierzu einen Artikel, klappt
dann auch wunderbar, aber dieses Touchklick (festerer Druck aufs Pad wird als Klick interpretiert) ist etwas
was mich in den Wahnsinn treibt. Im Zug ruckelt es mal, schon hat man was angeklickt oder markiert, oder ...
entsprechend der FAQ, Punkt How can I configure tap-to-click behavior?
hab ich es via MaxTapMove deaktiviert, der Eintrag für den Klick ist auf Kommentar für alle die,
die es aktivieren wollen.
Dann die Grafikkarte, ein flotter 3D Chip, aber keine OpenGL Unterstützung (der XFree Treiber bietet
nur bis zur Radeon 9200)? Muss man wohl wieder in den sauren Apfel des Binary-Treibers beißen, ATI hat
da ja mittlerweile auch was im Angebot und SuSE sogar vorbereitete RPMs mit Installationsanleitung.
Die Installation des 3.11.1er Treibers lief dann auch entsprechend der Anleitung inklusive der Konfiguration
mit Sax2 recht problemlos, wenn auch recht umständlich, jeder Kernel-Update erfordert auch ein manuelles
neucompilieren des Kernel-Moduls. Leider lief dann die XVideo Extension nicht mehr. Nervig, entweder 3D oder
Video? Glücklicherweise nicht, ist eine Konfigurationssache, in die Device Section den Parameter
Option "VideoOverlay" "on" eingefügt und auch das lief.
Hier die fertige /etc/X11/XF86Config (ATI-Treiber SuSE 9.1) und mit all meinen Modifikationen.
Leider scheint der ATI-Treiber recht instabil (friert ein, XVideo liefert gelegentlich kein Bild, oder nur
bunte Streifen) zu sein, auch kommt er mit Suspend nicht zurecht. Da verzichte ich derzeit lieber auf 3D.
Leider muss man klar sagen, dass die Grafik unter Linux einer der großen Problempunkte ist, mit NVidia GPUs
fährt man da im Augenblick deutlich besser (hab bei denen aber auch lange gedauert).
Nachtrag (05.09.2004): Die Freezes habe ich ATI ungerechtfertigterweise angelastet, nach Umstellung auf auf die XFree86 Treiber traten die Fehler auch auf. Letztendlich hat ein BIOS Update auf die 0209er Version anscheinend behoben, seit gut zwei Wochen (ca. 16 Stunden täglich) läuft das Notebook damit absolut stabil. An der kaputten XVideo-Unterstützung und dem nicht mehr aufwachen trägt allerdings definitiv ATIs Treiber die Schuld.
Hinweis zur SuSE 9.2:
Der ATI Treiber läuft derzeit nicht mit dem neuen X.org 6.8.1! Beim ersten Versuch auf eine OpenGL Funktion
zuzugreifen stürzt X ab. Man sollte sich also auf jeden Fall auf den mitgelieferten Treiber beschränken,
bis ATI X.org 6.8.x kompatible Treiber bereitstellt.
Nachtrag (22.01.2005): ATI stellt mit der neuen Treiberversion 8.8.25 nun auch eine X.org 6.8.xer Version bereit.
Der Treiber ist zweifellos ein Quantensprung nach vorne, die 3D-Implementierung ist deutlich besser geworden und
zeigt weniger Fehler. In den fünf Testtagen hatte ich keinen Absturz und keine Darstellungsfehler im 2D-Bereich
(nur das Umschalten in die Framebufferkonsole zeigte gelegentlich Merkwürdigkeiten), die XVideo-Extension
zeigte keine Probleme mehr und die Umschaltung der Auflösung via RandR (z.B. im KDE-Kontrollzentrum) klappt
jetzt auch.
Nicht unterstützt werden derzeit die X.org Composite-Effekte, die für Transparenz und Schatteneffekte sorgen
können (Aktivierung zeigt keine Wirkung, zum Glück auch keine negativen). Es gibt auch nach wie vor keine
Xvmc-Unterstützung für die Decodierunterstützung bei der Videowiedergabe. Leider gibt es nach wie vor
Probleme mit ACPI, einmal ist das Notebook wieder aufgewacht, ansonsten hat es nicht geklappt, für mich ein
Grund den Treiber derzeit nicht zu verwenden. Mit diversen 3D-Programmen (z.B. der Flugsimulator GL-117) gibt is
immer noch heftige Darstellungsfehler.
ATI macht also Fortschritte, es ist aber auch noch ein weiter Weg zu gehen.
Hier meine XF86Config-Dateien für SuSE 9.2, die X.org Variante
und die für den ATI-Treiber.
Hinweis zur SuSE 9.3:
Unter SuSE 9.3 wird das Touchpad automatisch mit dem Synaptics Treiber eingerichtet, gibt also weniger zu tun.
Der ATI Treiber ist enthalten, ich nehm ihn aber trotzdem nicht, solange die ACPI-Unterstützung fehlt.
Hier meine X.org Konfigurationen für den mit X.org-Treiber und mit ATI-Treiber.
Nachtrag (18.06.2005): Auch ATIs derzeit aktueller Treiber 8.14.13 ist kein Freund der ACPI-Sleep-Modi, das Problem lässt sich aber umgehen, genaueres finden Sie im ACPI-Kapitel.
Sieht ähnlich aus wie mit dem X-Server, YaST richtet bei der Installation zwar den Soundtreiber ein,
aber zwischen den Vorgaben und dem Einsetzen des Spaßfaktor ist noch etwas Handarbeit angezeigt.
Auf einem Desktop würde ich eine vernünftige Soundkarte einbauen, so etwas wie eine Soundblaster
Live, die mit mehreren Ausgabeströmen umgehen kann, damit sich die Programme nicht in die Quere kommen
und wegen des Midi-Synthesizers. Bei einem Notebook wird das schwieriger und was der Hardware fehlt, wird
eben in Software nachgebildet.
Mit meinen ALSA-RPMs bei Packman ist da schon einiges vorbereitet,
Midi wird per timidity vom alsa Startscript eingebunden, wenn kein Hardwaresynthesizer gefunden wird, pmidi und
timidty müssen natürlich installiert sein.
Gegen das blockierten Soundinterfaces hilft ein Softwaremixer. KDE-Intern erledigt das arts ganz ordentlich,
aber zu viele Programme ohne arts-Unterstützung machen immer noch Probleme. Zum Glück hat alsa
mittlerweile selbst etwas im Petto, das dmix Plugin.
Natürlich hab ich da in den ALSA-RPMs bei Packman schon
ein Script vorbereitet, es liegt unter /etc/asoundrc.dmix, die User die es nutzen wollen, sollten einen Link
setzen (ln -s /etc/asoundrc.dmix ~/.asoundrc), /dev/snd sollte jetzt über den Softwaremixer
laufen und alsa unterstützende Anwendungen könne über das virtuelle Device dmixer zugreifen, auch
mehrere gleichzeitig, ohne sich in die Quere zu kommen. Erster Schritte sollte dabei gleich der KDE-Soundserver
selbst sein, im KDE-Kontrollzentrum unter Sound & Multimedia -> Sound-System unter Hardware ALSA als
Audio-Hardware auswählen und unter "Eigenen Hardware Gerätedatei verwenden" dmixer eintragen.
Kaffeine, usw., je nachdem was alles verwendet werden soll.
Diese Soundeinstellungen empfehlen sich natürlich nicht nur speziell für dieses Notebook, sondern für
jede Soundhardware, mit ähnlich beschränkten Möglichkeiten (in der Regel alle OnBoard-Soundchips).
Hinweis zur SuSE 9.3:
Die in SuSE9.3 enthaltene Alsa-Version nutzt dmix automatisch, wer es zusätzlich über ein asoundrc
Konfigurationsfile aktivieren will, handelt sich Probleme ein, sprich es kommt eventuell nichts aus den
Lautsprechern. Deshalb alle /etc/asoundrc oder ~/.asoundrc Dateien im Problemfall löschen.
Zunächst mal das positive, unter SuSE 9.1 läuft der Pentium M gleich zu höchstform auf,
hat er nichts zu tun, taktet er auf 600 MHz runter, ist Aktion angesagt geht es hoch bis 1,6 GHz. Der
Lüfter ist bei Bürotätigkeiten aus und hält sich auch unter Last angenehm
zurück (kaum hörbar).
Wie so viele Hersteller ist leider auch Asus nicht in der Lage eine fehlerfreie DSDT-Tabelle zu liefern.
Zum Glück bin ich auf eine Anleitung
gestoßen, das nach Anleitung erstellte DSDT.aml für BIOS 0206,
DSDT.aml für BIOS 0209, DSDT.aml für BIOS 0211
bzw. DSDT.aml für BIOS 0214 (Verwendung der von mir erstellten DST.aml
auf eigene Gefahr, bitte nur bei dem selben Notebookmodel und BIOS-Version verwenden) lies sich dann leicht
in die initrd aufnehmen (in die /etc/sysconfig/kernel unter ACPI_DSDT eintragen und dann mkinitrd starten).
Nach dem Fix lies sich der Akkustand korrekt auslesen.
Nachtrag (07.08.2005): Im BIOS 0214 wurden einige DSDT Fehler behoben, der Akkustand kann sofort
ausgelesen werden, aber die anderen Fehler können trotzdem Probleme machen (z.B. zu häufig
laufender Lüfter, so dass sich der Patch immer noch lohnt. Trotzdem Danke an Asus, dass sich hier
mal was bewegt hat.
Für die Asus Sonderfunktionen gibt es dann noch ein eigenes Kernelmodul: asus_acpi. Um es einzubinden
die /etc/sysconfig/powermanagement das Modul asus_acpi bei ACPI_MODULES und ACPI_MODULES_NOT_TO_UNLOAD, sowie
in /etc/sysconfig/powersave/common in POWERSAVE_ACPI_MODULES und POWERSAVE_ACPI_MODULES_NOT_TO_UNLOAD aufnehmen.
Der standardmässig unter SuSE verwendete powersaved verwendet primär letztere während acpid erstere heranzieht,
besten Dank für den Hinweis an Jan Puchelt.
Ist das Modul aktiv, lassen sich auch die Sondertasten abfragen und die speziellen LEDs ansteuern.
Mit echo 1 > /proc/acpi/asus/mled kann man so die Mail LED einschalten, mit echo 0 > /proc/acpi/asus/mled
wieder aus. Das läst sich z.B. in KOrn einbinden, um über E-Mails informiert zu werden (ich hab z.B.
echo 1 > /proc/acpi/asus/mled beim eintreffen neuer Mails und echo 0 > /proc/acpi/asus/mled;kmail --check
beim Anklicken von Korn drinstehn. Analog kann man die WLAN-LED über wled (anstelle von mled) ansprechen.
Ich hab mir das Script acpi_hotkeys_ASUS_M6842NW (Kaffeine 0.4)
oder acpi_hotkeys_ASUS_M6842NW (Kaffeine 0.5) auf Basis
des SuSE beigelegten Script acpi_hotkeys_ASUS_L2400D erstellt. Das Script wird inklusive dem kompletten Pfad in
/etc/powersave.conf in die Variable other anstelle von /usr/sbin/powersave_proxy
reingestellt um es zu aktivieren.
Anschließend muss powersaved neu gestartet werden. Im Gegensatz zur Vorlage steuere ich aber nicht xmms mit den
Multimediabuttons links fern, sondern Kaffeine (man will ja auch DVDs sehen, wenn man schon ein DVD-Laufwerk
im Rechner hat) und steuere auch kmix direkt an, wenn es läuft (SuSE startet normalerweise kamix, von
dem halte ich allerdings nicht so viel), sonst nutze ich aumix wie in der Vorlage.
Hier die Belegung durch das Script im Einzelnen:
| Button | Belegung |
|---|---|
| |<< | Kaffeine: Kapitel zurück |
|
Wenn Kaffeine läuft, entspricht es dem Stopp Knopf in Kaffeine Wenn Kaffeine nicht läuft, DVD-Laufwerk auswerfen |
|
| >|| |
Wenn Kaffeine läuft, umschalten zwischen Abspielen und Pause Wenn Kaffeine nicht läuft, wird mit cd-info (libcdio Paket ab SuSE 9.3 auf der DVD, sonst bei Packman) versucht festzustellen, ob im DVD-Laufwerk eine Audio-CD, Video-CD oder Video-DVD liegt. Dementsprechend wird Kaffeine mit dem zugehörigen Parametern gestartet. Steckt nichts im Laufwerk, oder die Scheibe kann als keine der drei Varianten identifiziert werden, wird Kaffeine einfach gestartet. |
| >>| | Kaffeine: Kapitel vorwärts |
| startet KMail | |
| Internet | startet Konqueror im Webbrowser-Modus |
| WLAN-Taste | aktiviert/deaktiviert WLAN, die Entsprechende LED wird an- oder ausgeschalten |
| Touchpad | aktiviert/deaktiviert das Touchpad (neu im SuSE 9.3 script, benötigt das synaptics rpm) |
| Power4 Gear | Nur SuSE 9.3 Script, schaltet zwischen den powersave Stati um, mit kdialog wird der jeweils neue Status angezeigt. |
| Z-Symbol (F1) | kann per YaST konfiguriert werden, hier Suspend |
| Funkturm (F2) | analog der separaten WLAN-Taste |
| Volle Sonne (F5) | verringert die Displayhelligkeit (geht von allein) |
| offene Sonne (F6) | erhöht die Displayhelligkeit (geht von allein) |
| LCD (F7) | Display-Beleuchtung ein/aus (geht von allein) |
| LCD/Monitor (F8) | Umschalten der Ausgabe auf die verschiedenen Anschlüsse (abhängig vom Grafiktreiber) |
| Lautsprecher an/aus (F10) | Mute/Unmute, falls KMix läuft per DHCP-Steuerung von KMix, sonst via mute Befehl aus aumix |
| Lautsprecher unten (F11) | Lautstärke verringern (KMix/aumix) |
| Lautsprecher oben (F12) | Lautstärke erhöhen (KMix/aumix) |
Standby funktioniert leider überhaupt nicht, oder sagen wir so, das Notebook schläft zwar ein, wacht
aber nicht mehr ordentlich auf, man sollte es deaktivieren. Ein BIOS-Update auf 0209 brachte hier keine Besserung.
Suspend hingegen lässt sich zur Mitarbeit bewegen, solang man auf den ATI-Treiber verzichtet. Probleme bereitet
der Netzwerktreiber und das hier laufende MySQL. Ich habe beide in /etc/sysconfig/powersave/common unter
POWERSAVE_SUSPEND_RESTART_SERVICES aufgenommen, damit werden die Services vor dem Suspend gestoppt und nach
dem erwachen wieder gestartet.
Hinweis zur SuSE 9.2:
Die dsdt Einbindung funktioniert mit dem von SuSE mitgelieferten Kernel nicht! Ein Update des Kernels via YOU behebt
das Problem.
Der Mechanismus zur Einbindung der ACPI-Buttons hat sich unter SuSE 9.2 geändert, entsprechend gibt es neue
Versionen des Scripts: acpi_hotkeys_ASUS_M6842NW (Kaffeine 0.4)
oder acpi_hotkeys_ASUS_M6842NW (Kaffeine 0.5).
Das Script kann nicht mehr beliebig platziert werden, SuSE hat dafür den Ordner /usr/lib/powersave/scripts
vorgesehen. Der Name des Scripts wird (diesmal ohne Pfad) in /etc/sysconfig/powersave/events unter
POWERSAVE_EVENTS_OTHER eingetragen. Nach Neustart von powersaved funktionieren die Buttons.
Wenn Sie Probleme haben, dass es eine Ewigkeit dauert (ca. eine Minute), bis sich nach dem Druck etwas bewegt, stellen
Sie den Wert POWERSAVED_BATTERY_POLLING_MULTIPLICATOR in /etc/sysconfig/powersave/battery auf
"1", das Battery-Polling ist übrigens bei dem Notebook auch nicht notwendig POWERSAVED_FORCE_BATTERY_POLLING
kann also auch auf "no" gesetzt werden.
Juhu! Suspend to RAM funktioniert jetzt auch. BIOS 0211 und SuSE 9.2 mit Kernel 2.6.8-24.5 läst das Notebook nicht
nur einschlafen, sondern auch korrekt wieder aufwachen, mit gesperrten Bildschirm, wie ich das schon mit meinem PowerBook
realisiert hatte. In der /etc/sysconfig/powersave/sleep habe ich hierzu einige Services (hotplug mysql network
alsasound) in POWERSAVE_SUSPEND2RAM_RESTART_SERVICES aufgenommen, POWERSAVED_DISABLE_USER_SUSPEND2RAM
auf "no" gesetzt und (wichtig) in /boot/grub/menu.lst den Bootparameter acpi_sleep=s3_bios
hinzugefügt, schon ging das alles.
Hinweis zur SuSE 9.3:
Leider bleibt nicht alles so wie es ist, die Einbindung des ACPI-Buttons-Script ist zwar die selbe, wie unter 9.2, das Script musste
allerdings angepasst werden. Hier die neue Version von acpi_hotkeys_ASUS_M6842NW.
Nachtrag (18.06.2005): Dank einer weitergeleiteten Mail mit einem Suspend-to-RAM Script durch Hartmut Mayer, die ursprünglich
aus der linux-thinkpad Mailingliste stammt, konnte ich die powersave-Scripte der SuSE 9.3 so anpassen, dass die ACPI-Sleep-Modi
auch mit dem ATI-Binary-Treiber zusammenarbeiten.
Wichtig ist zunächst, dass das vbetool-RPM installiert ist, dieses liegt der SuSE 9.3 bei und wird benötigt um
die VBE Stati der Grafikkarte zu speichern und nach dem aufwecken wieder herzustellen.
Ansonsten wird nur noch vor dem einschlafen auf die Konsole und danach wieder zurück gewechselt. Kopieren Sie das
angepasste sleep_helper_functions Script einfach nach /usr/lib/powersave/scripts/ schon sollte es laufen.
Traditionell liefern Distributionen ja ziemlich beschnittene Multimedia-Software aus, SuSE macht da keine
Ausnahme. Aus Sicht des Distributors ist das wegen der unterschiedlichen rechtlichen Situationen in den
Vertriebsländern verständlich, der User hat allerdings den Ärger.
Der erste Schritt ist immer das setzen des Regionalcodes mit regionset,
bei uns in Europa auf die 2.
Der nächste ist die libdvdcss, die nach dem neuen Urheberrecht ja leider nicht mehr angeboten werden
darf. Auf der libdvdcss Seite bei Packman hab ich
dennoch die nötigen Schritte hinterlegt, wie man sich selbst weiterhelfen kann.
Zur Wiedergabe bevorzuge ich persönlich xine
mit Kaffeine als Frontend. Mir widerstreben diese
skinable Frontends, die immer ein Fremdkörper auf dem Desktop sind, da ist ein nativer KDE Frontend
eine positive Ausnahme.
Am einfachsten lassen sich die Packman Paket installieren, wenn man das Repository in YaST einbindet, dieser
kümmert sich dann um die Abhängigkeiten selbst. Hierzu einfach eine FTP-Installationsquelle hinzufügen,
als FTP-Server packman.iu-bremen.de und als Verzeichnis /suse/9.1/ eintragen.
Aber egal ob per Download vom Webinterface oder per YaST, für das Notebook empfehle ich folgende RPMs:
kaffeine, libxine1, sowie abhängige Pakete.
Wichtig ist natürlich den DMA-Modus im YaST für das Laufwerk zu aktivieren und die XVideo Extension
der Grafikkarte zu nutzen (siehe auch das X-Server Kapitel), auf das arts-Plugin kann man bei
Verwendung des ALSA-dmix-Plugins (siehe auch das Sound Kapitel) verzichten, was deutliche
Vorteile bei der Bild<->Sound-Synchronisation hat. Wie man mit den Multimediakeys Kaffeine steuert, steht im
ACPI Kapitel
Mangels Gegenstelle liegt bei mir WLAN im Moment brach, Treiber für die ipw2200 gibt es allerdings mittlerweile. Ich hab den Treiber hier installiert (lief problemlos), KWifiManager zeigt auch das Vorhandensein von WLAN und erlaubt nach einem Accespoint zu suchen, das WLAN-Lämpchen am Notebook leuchtet. Ob sie dann wirklich funktioniert, und wenn ja, wie gut, kann jeder mal selbst versuchen.
Hinweis zur SuSE 9.2:
Bei SuSE 9.2 ist der ipw2200 Treiber bereits dabei und die Karte wird über YaST2 automatisch erkannt, wie gut die Sache
letztlich läuft kann ich mangels Gegenstelle immer noch nicht sagen.
Auch hier fehlt es mir an Testmöglichkeiten, für meine Digikam hab ich bisher keine Karte (ich mach nicht so viele Bilder und die passen in den internen Speicher).
Bisher bei mir ungenutzt, ob und wenn ja, mit welchem Treiber es geht, hab ich bisher nicht getestet. Laut ATI sollte es mit deren Treiber gehen, ich liefere da eventuell noch Erfahrungswerte nach.
Was fehlt zum perfekten Linux-Notebook? Der ATI-Grafikkarten-Treiber ist durchaus noch verbesserungsfähig
und leider nicht frei (Closed Source), viele Probleme lassen sich aber umschiffen, auch die ACPI-Problematik.
Dass eine fehlerhafte DSDT Tabelle ausgeliefert wird, ist zwar zu beheben, aber dennoch ärgerlich.
Leider macht es die Konkurrenz oft nicht besser, obwohl sich solche Probleme in wenigen Minuten beheben
liesen. Nachtrag (07.08.2005): Mit Bios-Update 0214 hat sich die Lage verbessert, ein Korrektur der noch
enthaltenen Fehler wäre aber wünschenswert!
Gäbe es das Notebook bereits vollständig vorkonfiguriert im Geschäft und man müsste sich
nichts erst zusammensuchen und ausprobieren, so gäbe es nichts rumzumeckern. Schade, dass die Hersteller
solche Potentiale nicht nutzen. Andererseits, würden da auch einige Erfolgserlebnise fehlen ;-)
Großen Dank möchte ich Asus auf jeden Fall für den Support aussprechen, ein eigenverschuldeter Defekt (beim einsenden Angegeben) wurde innerhalb der Garantie auf Kulanz abgewickelt ohne die geringsten Kosten für mich. Sowas sieht man leider nicht mehr häufig im heiß umkämpften Computergeschäft mit den geringen Gewinnmargen.
Weitere Anlaufstellen für Fragen rund um Notebooks sind