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Weihnachten

Die Igelstation vom Tierhospiz: Das ganze Jahr über viele Patienten


Spiel und Therapie in Einem


Heupaten 2018


Judy und Motte - Entsorgt im Müllcontainer


Ostern 2018





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Weihnachten



Auch dieses Jahr freuen sich viele aufs Fest. Es fühlt sich für mich an wie eine Freude und eine Sehnsucht nach Kuschelmomenten, Liebe, Harmonie und Zeit. Oder tragen wir die Erwartung in uns, Geschenke und Wünsche erfüllt zu bekommen? Doch das ist nur eine Kurzzeitigkeit. Sie sind keine bleibenden Gefühle der Nachhaltigkeit, denn schon das nächste Objekt liegt in der Begierde. Ein nächster Wunsch steht bereits an und die Zwischenräume zum nächsten werden immer kleiner.

Was haltet Ihr von Langlebigkeit in der Freude, die tiefer ist und beständiger? Hab ich doch ein Dach über dem Kopf zu gestalten, mit Liebe und Ausgewogenheit. Ein Tannenzweig und eine kleine Kerze bringen mir Freude ins Herz. Keinen Moment will ich versäumen, Liebe zu jedem auszutragen und Danke zu sagen. Mit dem Partner alles teilen, die Kälte als auch die Wärme. Wie wertvoll ist doch das Gefühl, geborgen zu sein. Ich nehme es an als immerwährendes Geschenk, mit in die darauf folgende Zeit.

Und wenn ich alleine bin, und die Sehnsucht nach Nähe mich zerfrisst, dann will ich mich erinnern an all diese Geschenke zum Weihnachtsfest. Ich bin nicht allein. Ich hab noch mich.

Nun bin ich Bewohner im Tierhospiz bei meinen Herbergseltern und meinen neuen Freunden. Trotz meiner Epillepsie haben sie mich alle lieb. Ich will vergessen, wie es mir einst ging und ein neuer Abschnitt des Lebens beginnt. Der Traum der Nachhaltigkeit von Liebe und Harmonie ist für mich in
Erfüllung gegangen wie eine tägliche Weihnachtszeit.

 

Ich danke Euch, Eure Emma.



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Die Igelstation vom Tierhospiz: Das ganze Jahr über viele Patienten

Seit vielen Jahren schon haben sich einige Mitglieder im Tierhospiz Hof Elise e. V. mit einer Außenstelle etabliert und auf Igel spezialisiert. Zu ihrer Arbeit gehört nicht nur die artgerechte Überwinterung von jährlich bis zu 160 Igeln sondern auch eine umfassende und medizinische Versorgung ihrer Patienten das ganze Jahr über.

Wir hatten dieses Jahr einen heißen und trockenen Sommer, darunter haben auch die Igel gelitten. Die Nahrungskette war extrem unterbrochen, zumal in unserer technisierten, geordneten (Garten-) Welt das Überleben ohnehin schon schwierig für Igel ist.

Bevor die Igel in Winterschlaf gehen, sollte man auf folgendes achten:

Igel sollten bis Anfang November mindestens  850 - 900 gr. angefüttert werden, bei 500 gr. wachen diese als Baby´s, durch die Gewichtsabnahme von min. 30 % wieder auf und stapfen im Winter durch den Schnee vor lauter Hunger. Futter je nach Gewicht: Katzenaufzuchtsmilch bei Igelbabys bis ca. 100 - 150 gr. alle 2-3 Std. mit Spritze eingeben - auch nachts!! Frisst es schon selbstständig, Katzenfutter (Pastete) zerdrückt und Wasser geben. Zufütterung ab August mit Katzenfutter und Igel-Trockenfutter. Täglich eine Schale frisches Wasser (keine Milch).

 

Achten Sie auf Igel-Babys am Tage, sie haben Hunger! Oder keine Mama mehr, sie brauchen dringend Hilfe und sehr viel Wärme, mindestens 20 Grad, sonst nimmt er keine Nahrung zu sich, die Nächte sind schon viel zu kalt!

Finden Sie ein Igel-Baby, brauchen Sie einen großen Karton, ca. 30 cm hoch, diesen mit Zeitungen auslegen, ein Handtuch, eine Wärmflasche (nicht zu heiß), das Baby einwickeln und auf die Wärmflasche legen! Das Igelbaby frisst erst wenn es warm ist!

Viele Igel leiden unter der Grabmilbe, es gibt viele Arten von Milben und Pilze, die mit einem Spezialmittel behandelt werden können.

 



Das ganze Problem verursacht der Mensch. Durch die aufgeräumten Gärten, mit Spritzmittel und Schneckenkorn behandelt, kein Laubhaufen, kein Totholz, findet der Igel keine Nahrung und keinen Unterschlupf. Früher hat der Igel keine menschliche Hilfe gebraucht. Er hatte seinen Eigenschutz, den großen schwarzen Laufkäufer, eine Lieblingsspeise von ihm. Er tötete damit seine Innenparasiten mit der Blausäure, die sich in seinem Magen bildete, ab, aber der Mensch vernichtet alles.

Viele verletzte Igel mit bösen Wunden durch Autos, Rasentrimmer, Heu- oder Mistgabeln oder durch Verbrennen von Reisighaufen im Garten wurden das ganze Jahr über von uns aufgenommen und versorgt. Einige wurden vom Tierarzt genäht und notversorgt und fast alle konnten wir mit viel Liebe und unermüdlichem Einsatz retten und wieder in die Freiheit entlassen.

 

 

Im August kamen dann schon die ersten Babys dazu, deren Igelmütter vom Auto überfahren, völlig ausgemergelt gestorben oder durch sonst ein Unglück ihre Jungen hilflos allein lassen mussten. Gott sei Dank hatten wir 3 Igelmütter mit ihren Jungen aufgenommen, die einige der kleinen „Waisenigelchen“ angenommen und mit aufgezogen haben. Trotzdem haben wir natürlich alle 4 Stunden zugefüttert.

Übergangslos trafen dann die untergewichtigen Jung-Igel ein. Der lange heiße und trockene Sommer wirkte sich für die Igel katastrophal aus. Sie fanden nur noch wenig Futter. Wir konnten gar nicht so schnell die Unterkunfts-Schachteln und Schlafhäuschen herrichten, wie tierliebe Menschen die kleinen Igelchen zu uns brachten. Plötzlich war nicht nur der Keller überfüllt sondern auch unser Wohnzimmer, der Flur und die Küche. Da wussten wir manchmal nicht mehr wie wir das alles schaffen sollten. Viele mussten gewärmt und  gefüttert werden, da sie durch die Unterkühlung in den jetzt schon kalten Nächten stark entkräftet waren. Letzten Winter hatten wir 160 Igel im Haus und in einem extra angemieteten Sacherl für den Winterschlaf untergebracht. Das bedeutet auch pro Igel ein Wassernapf, ein Schälchen für das Trockenfutter, eins für den Brei und eines für die Leckereien wie Rührei, Mozzarella und Hendlflügelchen. Irgendwie müssen wir ihnen die Gefangenschaft ja so angenehm wie möglich machen. Die Schälchen werden morgens eingesammelt, von Hand vorgespült und dann in die Spülmaschine gegeben – das sind bei 160 Igeln also täglich ca. 550 Schälchen zu spülen und abends in der Igel-Großküche wieder zu füllen und zu verteilen.

Dazu kommt noch die medizinische Versorgung gegen die Lungen- und Darmwürmer, Durchfälle, Lungenentzündungen, Milben, usw.

Derzeit sind schon 84 Igel, die durch „Gartenunfälle“ oder Unterversorgung und Krankheit verletzt oder geschwächt sind, in unserer Obhut – und wir haben erst Oktober.

Wir appellieren an alle Menschen mit Garten: Schafft einen Lebensraum für Igel.




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Spiel und Therapie in Einem


Unsere Hospizbewohner erzählen: Die Hundespielwiese nimmt bereits konkrete Formen an. Ein separates Reich, wo man als Hund buddeln, toben und entdecken darf.

 

Willi, unser Kunststoff-Wildschwein, fordert unseren Neulingen immer wieder Aufmerksamkeit ab. Unbeweglich macht er den Eindruck, als bräche er gleich aus dem Dickicht. Wir haben uns bereits daran gewöhnt und benutzen auch seinen Unterschlupf in der Fliederhöhle.

 

Andere Neulinge haben Angst und noch kein Vertrauen, wenn sie zu uns kommen. Da üben wir auf unserer schwebenden Plattform Vertrauen aufzubauen. Da sie sich leicht bewegt, ist es schon eine starke Herausforderung für uns. Für einen Neuankömmling erfordert es viel Kraft und Überwindung.

Die hier ankommenden Tiere haben alle ein Vorleben gehabt, welches sie geprägt hat. Einige von ihnen kennen Wiese und Weite, andere wiederum kennen nur Leine und Wohnraum. Wir versuchen bei jedem Neueinsteiger eine gewisse Neugierde auf unserem Spiel- und Therapieplatz zu entwickeln, um Qualität ins Alltagskonzept einfließen zu lassen. Neugierde erzeugt neue Lebensqualität.

 

Die dicken Holzwurzeln sind für unsere Kletterkünstler und die Hindernisbohlen aus Holz bedienen unsere Lust zum Überspringen und zum Verstecken. Die geübten von uns wagen auch den Sprung durch das Holzfenster.

 

Pinkelbäume und Sträucher helfen uns, die Umgebung als natürlich anzunehmen. Hier können wir in der Freifläche große Löcher buddeln und Erdwälle unterbrechen die Weite und fordern auf zum Stöbern. Dem Unternehmungsgeist sind keine Grenzen gesetzt.

 

Doch fehlen uns noch einige Objekte, wie Kletterbereiche mit erhöhter Plattform oder ein Dreiseit-Stadel. Klettergerüste ähnlich wie unser Klettertisch, den ihr hier sehen könnt. Pflanzliche Raumunterbrecher gehen uns noch ab. Fleißige Helfer aus unserem Verein sind präsent, wenn Material gebaut und zusammen geschraubt werden muss. Doch das Material kostet leider Geld, und darum rufen wir nach draußen: Helft alle mit, denn allein 5 Euro Spende von Euch tragen dazu bei, dass unsere Hunde-Spiel- und Therapiewiese noch dieses Jahr fertig wird. Sie dient ja nicht nur uns sondern auch jedem Neuankömmling, der sich durch Spiel und Abenteuer besser in sein letztes Zuhause im Tierhospiz einleben kann. Wir danken für jede Unterstützung, Eure Bewohner des Tierhospiz Hof Elise e. V.



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Heupaten 2018

Jacky und Stella suchen dieses Jahr wieder Heupaten, die alle unsere Heufresser unterstützen. Und weil das eine anstrengende Arbeit ist, haben einige unserer Hospizhühner ihre Hilfe angeboten. Sie dachten, dass ein Rodeo mit Jacky bestimmt für viele interessierte Heupaten sorgt. Stella ist dabei und passt auf, damit niemand runterfällt.

 

So bitten die beiden im Namen aller Heuverbraucher im Tierhospiz um Mithilfe, das unser Heukontingent von 3000,-- Euro bald zusammenkommt.
Werdet Pate für unser Heu und helft mit einem Beitrag, damit auch für dieses Jahr die Versorgung mit unserem leckeren Heu gesichert ist.

Spendenkonto für unsere Heupaten:

Tierhospiz Hof Elise e. V.

VR meine Raiffeisenbank e G

IBAN: DE79 710 610 090 00 7210850

BIC: GENODEF1AOE

Verwendungszweck: Heupate (Name und Adresse, wenn Spendenquittung erwünscht)

Stand am 30.10.2018: 500,00 Euro.

Der Stand wird einmal täglich bei Spendeneingang aktualisiert.

Wir sagen Danke an alle Spender und Heupaten!





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Judy und Motte - Entsorgt im Müllcontainer

 

Wir müssen es leider immer wieder erleben: Zuerst niedliche und süße Haustiere sind irgendwann lästig und werden einfach entsorgt. So erging es auch Judy und Motte, etwa zwei bis vier Jahre alt. Tierfreunde fanden sie ihrem Schicksal überlassen in einem Müllcontainer und brachten sie zu einem befreundeten Tierschutzverein. Dort wurden sie medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Als sicher war, dass sie gesundheitlich stabil sind, zogen sie im Tierhospiz Hof Elise e. V. ein.

Motte ist eine Terrier-Mix-Hündin, sucht sich  ganz schnell "ihren" Menschen und "verhaftet" ihn unverzüglich in den Ketten der Liebe. So geschehen bei unseren Mitgliedern, die mit Motte wieder einen ganz besonderen Herzensglanz in ihr Leben gepflanzt haben.

Judy ist eine Papillon-Mix-Hündin, die das Erlebte nicht ganz so gut verkraftet hat. Ihre Gesundheit braucht noch eine Zeitlang etwas mehr Zuwendung und ihre Psyche bedarf Ruhe und Erholung. Ihre Verlustängste sind groß und mit der Zeit lernt sie, Geborgenheit und Sicherheit für ihr Leben anzunehmen.

Sobald Judy wieder fit ist, freut sie sich schon jetzt, bei unserem Dennis als Freundin ein neues Leben in Liebe zu beginnen. Judy und Dennis haben sich schon kennen und lieben gelernt. Für Dennis bedeutet das neue Leben mit Judy eine große Chance, auch sein Leben nach überstandener Krankheit wieder in den Griff zu bekommen.

Einerseits ist es immer wieder traurig und schrecklich, wie mit Tieren umgegangen wird. Andererseits ist es herzerwärmend, wie Menschen mit Verantwortungsgefühl und Liebe zu ihren Mitgeschöpfen handeln, Hilfe leisten und sich einsetzen, entstandenes Tierleid aufzufangen und zu heilen.

Danke an alle Menschen, die hier nicht nur Judy und Motte das Leben gerettet haben, sondern an alle, die sich für ihre Mitgeschöpfe auf unserer Erde einsetzen.

Danke von Judy und Motte im Namen aller Leidensgenossen.

 


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 Ostern 2018



Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde,

wir, Vier- und Zweibeiner des Tierhospiz, sind oft in Erinnerungen bei Euch. Für uns, den hier lebenden Tieren, gibt es keinen Feiertag wie bei Euch Menschen, denn alle Menschenfeste empfinden wir jeden Tag in einer gefühlten Unendlichkeit.

Wir trauern im Jetzt, wir lachen im Jetzt, wir spielen im Jetzt, wir leben im Jetzt. Gefühlte Erinnerungen prägen unser Dasein. Ungute Erinnerungen verblassen in unserem neuen Erleben. So bekommen wir Impulse für eine Zeitlosigkeit, egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Für uns gibt es keine Zeit.

Alles hat Gestalt ... Gestalt wie jetzt Euer Osterfest. Ihr denkt in Zeit, dem Gestern und dem Morgen. Vergeßt Euer Jetzt und schafft somit kleine Menschensorgen. Wir brauchen das nicht und nehmen an, was ist, und empfinden uns dabei wie ewiglich.

Euch allen ein sonniges Osterfest, Eure

Schützlinge im Tierhospiz Hof Elise e. V.








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