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Mehrere Jahre arbeiteten wir vom
Tierhospiz Hof Elise e.V. zusammen mit örtlichen
Tierschutzvereinen,
dem Veterinäramt, der Presse und vielen engagierten Privatpersonen
daran, eine haarsträubende, große Hunde-Massenzucht zu
beenden.
Skrupellose Hunde-Vermehrer finden immer wieder Wege, Gesetze und
Ämter auszutricksen und ihrem Geschäft mit dem Leid der Tiere
weiter nachzugehen. Die rechtlichen Möglichkeiten, von Amts wegen
rigoros einzugreifen, sind mühsam und langwierig. Dennoch gelang
es
uns, den Tierbestand von anfangs 350 Hunden und 50 Rassen nach sechs
Jahren auf rund 40 Hunde und nur noch drei Rassen zu reduzieren.
Schließlich setzten dem
„Züchter“
eine Vielzahl von Schwierigkeiten weiter zu. Die örtlichen
Zeitungen
nahmen keine Verkaufsanzeigen mehr an, Internetprovider sperrten
seine Homepage, die Kontrolldichte seitens des Veterinäramtes tat
ihren Teil dazu und sein „Geschäft“ wurde immer
mühsamer und
weniger rentabel. Am Ende gab er seine Tätigkeit auf, schloss sein
Gewerbe und wir bargen die letzten Hunde, welche im Tierhospiz und
befreundeten Tierschutzvereinen ein neues Zuhause fanden.
Nach dem Motto: „Das
Schlimmste
kommt zum Schluss“ fanden wir beim letzten Einsatz einen 6 Wochen
alten Berner-Senne-Welpen ohne Schwanz. Die Aussage vom Züchter:
„Den kann ich nicht verkaufen, weil der keinen Schwanz hat, den
entsorge ich.“ Der kleine war schneller eingepackt, als er
schauen
konnte und Thaddäus machte sich mit uns auf den Weg in ein
sicheres
Leben.
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Die ersten Schritte von Thaddäus in
seinem neuen Zuhause
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Nach dem Besuch beim Tierarzt
stellte sich heraus, dass dem Welpen – vermutlich durch einen
Gendefekt - nicht nur die Rute sondern auch der letzte Wirbel und die
Daumenkrallen fehlten Zudem war die Wirbelsäule verkrümmt. Er
konnte seinen Kot nicht normal absetzen, man musste händisch
unterstützen. Mit diesen Handicaps war klar, dass Thaddäus
seinen
Platz auf Dauer im Tierhospiz Hof Elise erhalten würde.
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Aura und unsere „Big Mama“ Anna
nahmen sich des Neuzugangs fürsorglich an
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Thaddäus überwand seine
Ängste
schnell. Dank unserer Neufundländer-Hündin Anna als
Ersatzmutter
und der verspielten Aura fühlte er sich schnell wohl und geborgen
im
neuen Zuhause. In der Folge erhielt Thaddäus immer wieder Massagen
und Physiotherapie für seine Wirbelsäule, wodurch sich seine
Haltung im Laufe des Wachstums deutlich verbesserte. Was bis heute
blieb, ist das Problem beim Absetzen von Kot.
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Die Arbeit mit seinen Therapeuten
verschafft Thaddäus Vertrauen und Sicherheit
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Thaddäus wuchs zu einem
stattlichen, liebevollen Berner-Senne-Rüden heran. Als vor knapp
drei Jahren unsere „Big Mama“ Anna über die
Regenbogenbrücke
ging, übernahm Thaddäus ihre Arbeit im Tierhospiz als
„Big Papa“.
Seitdem kümmert er sich fürsorglich um seine tierischen
Freunde und
Neuzugänge im Tierhospiz und ist auch gerne ein stützender
Begleiter für seine Herbergseltern und Besucher.
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Heute kümmert sich Thaddäus um
Aura, die inzwischen mit Altersbeschwerden zu tun hat.
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Thaddäus ist zu einem festen
Bestandteil im Tierhospiz Hof Elise geworden. Immer freundlich,
aufmerksam und hilfsbereit steht er allen beiseite, die sich voll auf
seine „Stütze“ verlassen können.
Wir freuen uns auf eine
hoffentlich
noch lange Zeit mit diesem außergewöhnlichen
„Pfundskerl“.
Danke. Thaddäus, dass es Dich gibt.
Und danke an alle Freunde und
Unterstützer, die ein Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit
für
gehandicapte Tiere im Tierhospiz Hof Elise e.V. mit ihrer Hilfe
möglich machen.
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