Schützengesellschaft Steeg 1886 e.V. Steeger Schützen             Schützenheim:    Steeg 13    84428 Buchbach             Anschrift:             Franz Schmid, 1. Schützenmeister    Gumpolding 2a    84428 Buchbach          SG Steeg 1886 [ Zurück ] Chronik 125 Jahre 1886 2011 Copyright by SG Steeg 1886 e.V.      ©   2012  -   All Rights Reserved 1911: Fahnenweihe Am 24. 6. 1911 fand in Steeg die Fahnenweihe statt. 38 Vereine, von denen nur 3 Vereine eine Fahne hatten, nahmen an der Fahnenweihe teil. Die Schützengesellschaft Goldaria Schwindegg ist Pate gestanden. o.R. v.l. Rinberger Max, Steeg; Koller Mathias, Steeg, Kassier; ein Feuerwehrmann, Walkersaich; Habermeier Josef, Steeg; Meier Georg, Herbergsvater; Wimmer Martin, Langenloh, 2. Schützenmeister; Lehmeier Ludwig, Steeg; Wirt Xaver, Grün- tegernbach; Wasserlechner Xaver, Steeg; Wagner Andreas, Langenloh; Meier Josef, Steeg; Rottenwöhrer Georg, Kotting-dorfen, Bürgermeister 2. R. v.l. Engl Georg, Steeg; Gruber Andreas, Steeg; Schaid-hammer, Benefiziant; Franzl Balth., Kagen; Engl Xaver, Fahnenbegleiter; Sturz Joset, Fähnrich; Feckl Josef, Fahnen-begleiter; Mahler Michael, Remmelberg; Atzberger Franz, Schwaig; Mahler Franz, Remmelberg; Dick Josef, Steeg; Angermeier Martin, Steeg, Zillerer; Bauer Hans, Angering 3. R. sitzend v.l. Feckl Rosl, Einstetting; Mangst Maria, Lan-genloh; Sedlmeier Therese, Steeg (verdeckt); Feckl Elisabeth, Einstetting; Wimmer, Langenloh; Mangst Katherina, Langenloh, Fahnenmutter; Franzl Ursula, Kagen, Fahnenbraut; Wimmer Liese, Steeg; Waxenberger Katherina, Steeg; Meier Elise, Steeg (verdeckt); Engl Walburga, Steeg; Engl Maria, Steeg Fähnrich war Josef Sturz aus Ella, der am meisten gestiftet und somit dieses Amt zugesprochen erhalten hat. Fahnenbegleiter waren Xaver Engl, Steeg und Josef Feckl aus Einstetting. Festredner war Andreas Wagner aus Langenloh. Die kirchliche Feier hielt Pfarrer Karl Stoiber bei herrlichem Sommerwetter ab. Altar und Rednerbühne waren gegenber dem Wirtshaus vor dem Grasslanwesen (dem ehem. Wirtshaus) aufgebaut. Die Bewohner von Steeg ließen zur Feier ihre Häuser herrichten und kein Haus war ohne Flagge. Der Besuch war einmalig, wie auch schon am Tag zuvor, beim Heimatabend, der im Freien mit Lampions abgehalten wurde. Aus der Fahnenweihe entstand ein Verlust von 300 Mark. Erwähnenswert ist, daß die Fahne nach großer Aufregung, erst am Festtag um 5 Uhr früh in Schwindegg mit dem Zug eingetroffen ist. Die Fahne wurde von einer Seidenstickerei aus Bonn für den Preis von 490 Mark erworben.                        Herbergswirt war nun Georg Meier, der das Gasthaus dem Josef Wagner abkaufte, der nur ganz kurze Zeit Herbergsvater war. Außerdem erscheint auch ein neuer 1. Schützenmeister, nämlich Balthasar Franzl, der Martin Wimmer aus Langenloh ablöste. (1911 bis 1949) 1914: 1. Weltkrieg Kurze Zeit nach der Fahnenweihe hatte der Verein sehr an Popularität gewonnen, welche aber durch die Einberufung zur Vater-landsverteidigung bald wieder verflachte. Aus diesem Grunde mußte auch eine neue Vorstandschaft gewhlt werden: Vorstand  Jakob Weindl, Tal; 1. Schützenmeister, Josef Feckl, Einstetting; 2. Schützenmeister, Josef Dick, Steeg und Kassier Josef Brand, Ella. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges ruhte der Schießbetrieb. 1919: Wiederbeginn nach dem Weltkrieg Am 24.1.1919 fand eine Mitgliederversammlung mit Neuwahl nach 5jährigem Brachliegen der Gesellschaft statt. Der Verein hatte nur noch 15  Mitglieder. Der amtierende Vorstand dankte ab und leitete die Neuwahl, aus der Balthasar Franzl als Vorstand hervorging. Zu Beginn der  Schiesaison im Herbst 1919 hatte der Verein bereits wieder 63 Mitglieder, wobei ein reger Schiebetrieb, auch in den folgenden Jahren, stattfand.  1922: Erstes Schlittenrennen Im Jahr 1922 hielt der Verein zwei Schlittenrennen ab, an denen aus Nah und Fern die Pferdebesitzer teilnahmen. Die Zuschauerzahl war so gro, da sie die beiden Wirtshäuser in Steeg nicht fassen konnten und deshalb ein groer Teil nach Buchbach abwandern mußte. 1925: Schützentheater Im Jahr 1925 schrumpfte der Mitgliederstand auf 37 zurück, obwohl  seinerzeit auch dazu übergegangen wurde, Theater aufzuführen, an  dem natürlich auch viele Nichtmitglieder mitgewirkt haben. In Steeg  war und ist es auch heute noch so, da bei Veranstaltungen, aber  auch bei Notfällen jeder gerne mit Hand anlegt. Im Jahr 1925 wurden  mehrere Theaterstücke, u.a. Heiratsnrrisch's Volk und Der Grund-  mller aufgeführt, die mehrmals wiederholt werden mußten. Zu  diesem Zweck wurde eigens eine Theaterbühne errichtet, die,  nachdem keine weiteren Auffhürungenwegen der Weg-heirat von  verschiedenen tragenden Mitgliedern der Theater-gruppe  stattfanden, an die Gebensbacher Schtzen verkauft wurde. Darsteller: hintere Reihe v.l. Dick losef, Meier Leni, Feckl Martin, Koller Ludwig, Wimmer Franz, Zirnbauer Xaver, Wimmer Martin mittlere Reihe v.l. Wallner Kathi, Dick losef jun., Engl Burgi, Markets- müller Simon, Wimmer Ulla, liegend v.!. Bögl Thomas, Schmid losef 1932: Teilnahme beim Oktoberfestzug Höhepunkte in dieser Zeit war die Teilnahme der Steeger Schützen am Oktoberfestzug in München mit der Fahne, erstmals 1932 und auch in den Jahren 1933, 1934 und 1935. Veranstaltungen wurden noch laufend abgehalten. Erst nach der Übernahme der Macht durch Hitler, durfte die Christbaumversteigerung (jüdischer Brauch) auf Verbot der Regierung nicht mehr abgehalten werden. Dafür wurde am 11.11.34 ein Ball abgehalten. Zur Ortschaft Steeg gehörten seinerzeit ca. 20-25 Anwesen, davon aber zwei Wirtshuser,  trotzdem war es durch guten Zusammenhalt möglich, einen gut funktionierenden  Schützenverein zu führen. Die Steeger Schützen gehörten zu dieser Zeit dem Gau 34,  Buchbach und dem gegründeten Deutschen Schützenverband an. An dem vom Deutschen  Schützenverband durchgeführten Opferschießen, zu Gunsten des Winterhilfswerks des  Deutschen Sports, haben sich die Steeger Schützen beteiligt und dafür am 24.3.1935 eine  Urkunde erhalten. In den folgenden Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges hat sich nicht  viel getan.  Die Vorstandschaft blieb in der gewählten Form bestehen und viele Mitglieder und junge  Schützen wurden eingezogen. Während des 2. Weltkrieges wurde der Schießbetrieb eingestellt. Der Verein hat in diesem Krieg  viele Mitglieder verloren.  Die Ortschaft Steeg in der Zeit von 1930-1935