Schützengesellschaft Steeg 1886 e.V. Steeger Schützen             Schützenheim:    Steeg 13    84428 Buchbach             Anschrift:             Franz Schmid, 1. Schützenmeister    Gumpolding 2a    84428 Buchbach          SG Steeg 1886 [ Zurück ] Chronik 125 Jahre 1886 2011 Copyright by SG Steeg 1886 e.V.      ©   2012  -   All Rights Reserved (1986 bis 1994) 1986: 100jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe Fotos siehe Bildergalerie Patenbitten am 22.3.1986     -     Auszug Zeitungsbericht Ganz Steeg war unterwegs nach Buchbach zu den Altschützen. Grund hierfür war, Steeger Schützen brauchten für ihre Fahnenweihe einen „Göd“,  wofür sie die Altschüten in Buchbach auserwählt hatten. Man traf sich im Gasthaus „Zum Falken“. 1. Schützenmeister Franz Mayer begrüßte alle,  darunter den Bürgermeister und Schirmherrn Georg Loher, sowie den Vertreter des Schützengaues Mühldorf, Ehrengauschützenmeister Hans  Feldhofer. Franz Mayer fragte sich, was die Steeger wohl wollen. Hierauf trug Vorstand Gottfried Rampl seine Bitte in Gedichtform vor, wonach man  einen Paten brauche. Nach reiflicher Überlegung der Altschützen, während die Buchbacher Blasmusik und der eingeladene Progoder Josef Huber, die  Anwesenden unterhielten, gab Franz Mayer den Beschluß der Altschützen bekannt, die Patenschaft zu übernehmen, wenn die Steeger mindestens 150  Liter Bier bezahlen. Man traf sich schließlich bei 100,5 Litern. Zusätzlich wurden für die anwesenden Frauen Kaffee und Kuchen ausgehandelt. Die  Verantwortlichen der Steeger Schützen mußten  aber noch formell um die Patenschaft mit dem traditionellen “Scheitlknien” bitten“. Danach gab Franz  Mayer bekannt, daß alle Bedingungen erfüllt seien und sie die Patenschaft übernommen wird, wofür die Altschützen einen heftigen Applaus erhielten. Zu einem Festakt in das Staatsministerium für Unterricht und Kultus reisten kürzlich die Steeger Schützen.  Neben 24 weiteren Sport- und Schützenvereinen überreichte ihnen der Bayerische Minister für Unterricht und  Kultus, Prof. Hans Meier die vom Bundespräsidenten verliehene Sportplakette. Er betonte, daß es sich die  Vereine zur Aufgabe machten, vor allem jungen Leuten einen Platz in der Gesellschaft zu sichern und sie  nicht nur im sportlichen Bereich auf das Leben vorbereiteten. Staatsminister Meier blickte zurück auf die  ersten niedergeschriebenen Vereinsgründungen, die im 13. Jahrhundert liegen. Neben einigen anderen  Vereinen erwähnte er auch die Schützengesellschaft Steeg 1886, deren Gründungsjahr und ihr 100-jähriges  Jubiläum eng mit der Geschichte der bayerischen Könige verbunden zu sein scheint. Er händigte in seiner  Eigenschaft als Sportminister die Sportplakette des Bundespräsidenten aus und überreichte den Ehrenteller  des Bayer. Staatsministeriums für Unterricht und Kultus an die versammelten Vereine. Bei der Ehrung waren  neben den Vereinsfunktionären auch der Bundestagsabgeordnete des Wahlkeises Mühldorf, Karl-Heinz  Spilker und der 1. Bezirksschützenmeister, Josef Niedermeier aus Taufkirchen/Vils anwesend.  Foto:    Die Steeger Schützen bei der Verleihung der Sportplakette, v. l. Vorstand Gottfried Rampl, 2. SchM           Karl Habermeier, Staatsminister Prof. Hans Meier und 1. SchM Franz Rampl Festtage  3. bis 7. Juli 1886 Fotos siehe Bildergalerie Beginn der detaillierten Vorbereitungen für die Fahnenweihe  Nachdem von Vorstand Gottfried Rampl die Musikkapellen verpflichtet, die Verhandlungen mit dem Festwirt und das Zelt abgeschlossen waren, wurden  vom 1. SchM Franz Rampl die Einladungen verschickt, Anmeldungen entgegengenommen, die Festschrift fertiggestellt und die Werbekampagne gestart.  Es wurden Ablaufprogramme erstellt und die Züge eingeteilt. Wöchentlich war eine Festausschußsitzung um den Ausschuß zu informieren, ungeklärte  Fragen zu diskutieren, erledigte Punkte abzuhaken und neue Aufgaben zu verteilen, ehe 2. SchM Karl Habermeier mit seinem Mitarbeiterstab zum  Aufbau des Festzeltes, des Altares, der oberhalb des Anwesens von Georg Lantenhammer aufgestellt wurde und der Schmückung der Straßen kam.   Mit den Zimmerern Hans Kerbl, Josef Häusler, Georg Lantenhammer und Hans Kopplinger, die die Hauptarbeit zu leisten hatten, war aber, wie von den  Steegern nicht anders gewohnt, alles unterwegs um den Ort herauszuputzen, insbesondere die Girlandenbinderinnen, die sich bei der Grassl Rosi (Bauer  Rosi) regelmäßig trafen. Bei schönem Wetter wurde schließlich am 28.6.1986 mit dem Aufbau des Festzeltes bei äußerster Hitze begonnen. Die restlichen  Arbeiten wurden am 2.7.1986 abgeschlossen. Das Zelt stand, der Festplatz war geschmückt, sämtliche Straßenpfosten, Ortseingänge mit Fahnen,  Begrüßungsbanner und Girlanden geschmückt. Auch alle Häuser waren herausgeputzt. Die emsige Arbeit der Schützen und aller Bewohner aus Steeg hat  sich gelohnt, die ganze Ortschaft strahlte und war aufgeblüht. Das Fest konnte beginnen. Hohe Auszeichnungen für den Verein vom Bundespräsidenten und Bayer. Staatsministerium für  Unterricht und Kultus am 6.5.1986   Sportplakette und Ehrenteller vom Kultusminister     -    Auszug Zeitungsbericht  Donnerstag, 3.7.1986   -   Politische Veranstaltung  Es fand eine politische Veranstaltung der CSU statt. Bundesinnenminister Dr. Friedrich Zimmermann sprach zum Thema Sicherheit und Zukunft in der BRD. Vor dem gut zu 2/3 gefüllten 2000 Personen fassenden Festzelt hielten außerdem MdLNikolaus Asenbeck und MdB Karl-Heinz Spilker kurze Ansprachen, die Schützenmitglied und CSU-Ortsvorsitzender Max Kopplinger vorher begrüßte. Dr. Zimmermann wurde mit großem Beifall verabschiedet, wobei es zum Abschluß mit der Bayern- und Deutschlandhymne sehr feierlich und patriotisch zuging. Im Anschluß spielte die Buchbacher Blasmusik zur Unterhaltung auf. Freitag, den 4.7.1986   -   Totengedenken  Um 18.30 Uhr trafen sich die Steeger Schützen in ihren neuen Kleidern und Anzügen und die Ortsvereine am Marktpplatz von Buchbach. Mit der  Buchbacher Blasmusik zog man in die Pfarrkirche ein. Nach dem Gottesdienst fand am Kriegerdenkmal im Beisein von Pfarrer Steinberger die  Kranzniederlegung mit einer kurzen Ansprache vom 1. Schm. Franz Rampl statt. Auch Schirmherr und Bürgermeister Loher legte einen Kranz nieder. Am  Schluß erklang die Weise „Guter Kamerad“ und Böllerschüsse. Anschließend traf man sich im Festzelt in Steeg, wo Vorstand Gottfried Rampl die Gäste,  Ehrengäste und anwesenden Ortsvereine begrüßte, darunter auch die Festjungfrauen vom 70jährigen Gründungsfest 1956.  Schirmherr Georg Loher hielt anschließend die Eröffnungsrede. Grußworte überbrachten auch der 1. Bezirksschützenmeister Josef Niedermeier, sowie  Gauschützenmeister Rudi Berghammer. Hierauf erfolgten zahlreiche Ehrungen vom Verein, Schützengau, Obb. Bezirk und vom BSSB. Unter den  Klängen der Erhartinger Buam wurde dann im fast gefüllten Festzelt ausgiebig gefeiert.   . Samstag den 5.7.1986   -   Heimatabend  Um 8.00 Uhr vormittags gingen die Steeger, wie alljährlich an diesem Tag zum Zellbründl. Um 20.00 Uhr begann dann der Heimatabend mit der Begrüßung durch Vorstand Gottfried Rampl und dem Grußwort des Schirmherrn. Es spielte die  Buchbacher Blasmusik und die Darbietungen des Hinterskirchner Trachtenvereins, des Tegernseer Zweigesangs, der Burgkirchner Sängerinnen, bekannt  von Funk und Fernsehen, machten den Abend zu einem nicht alltäglichem Erlebnis. Der Ansager Fritz Widmann aus Schliersee, war zuem ein Glücksgriff.  Er verstand es hervorragend die Leute in Stimmung zu halten. Besonderer Höhepunkt war der vom Schützenmitglied Sepp Breitnacher komponierte und von Max Wallner (Boder Max) arrangierte „Steeger Schützen-  marsch“. den die Buchbacher Blasmusik dann das erstmal in der Öffentlichkeit spielte. Hierfür übergab Sepp Breitnacher die Erstschrift für Akkordeon  dem Vorstand Gottfried Rampl. Sonntag, den 6.7.1986   -   Festtag und Fahnenweihe Am Sonntag ging es bereits um 5.30 Uhr los. Von der Buchbacher Blasmusik und den Böllerschützen wurden nacheinander der Vorstand Gottfried Rampl,  der 1. SchM Franz Rampl, die Fahnenmutter Annemarie Rinberger (verbunden mit dem Weckruf), die Fahnenbraut Anita Dein, die Patenbraut Brigitte  Kroha, der 2. SchM Karl Habermeier, Schirmherr Georg Loher, Pfarrer Otto Steinberger, Trauermutter Maria Häusler und der Ehrenschützenmeister Edi  Schweiger geweckt. Um 8.00 wurde dann der Patenverein mit der Festkapelle vom Parkplatz Rinberger abgeholt. Um 8.30 Uhr sind dann die Festdamen  mit Begleitung und die Fahnenmädchen mit der Zugkapelle vom Rampl-Saal abgeholt worden. Die ca. 120 Gastvereine warteten bei Weißwürsten und der ersten Maß Bier dann auf den Kirchenzug. Um 10.30 Uhr marschierte man etwas verspätet  zum Altar, wo gegen 11.00 Uhr der Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Otto Steinberger, begann. Bei noch schönem Wetter hielt der Vorstand Gottfried  Rampl eine kurze Begrüßungsrede. Die Lesung wurde von Franz Rampl, dem 1. SchM gehalten. Das Fürbitten brachten die Festdamen vor.  Nach dem Festgottesdienst erfolgte die Weihe der neuen Fahne und der Fahnenbänder. Nach der Weihe nahm der Fähnrich Georg Hagl jun., mit den  Fahnenbegleitern Edi Schweiger jun. und Gottfried Rampl jun. die Fahne auf, kehrt auf den Altar zurück nahm und die Verbrüderung mit der Patenfahne  vor. Anschließend überreichten die Festdamen mit Fahnenmutter Annemarie Rinberger, Fahnenbraut Anita Dein, Festmädchen Renate Rampl jun.,  Patenbraut des Festvereins Brigitte Krohe, Patenbraut des Patenvereins Gertraud Mayer und Trauermutter Maria Häusler mit einem kurzem Prolog ihre  Fahnenbänder.  Der Festgottesdienst wurde durch die Buchbacher Blasmusik und dem Buchbacher Kirchenchor mit der Schubert-Messe gestaltet. Nach  dem Segen stimmten alle das „Großer Gott wir loben dich“ an. Anschließend begrüßte Vorstand Gottfried Rampl die Ehrengäste, dies waren: Pfarreferentin Frau Pollinger, Pastoralassistent Stefan Durner, Schirmherr  Georg Loher, Kreisrätin Erna Zarmer, der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Walkersaich, Xaver Göschl, dritter Bezirksschützenmeister  Bienenstock, erster Gauschützenmeister Rudi Berghammer, Ehrengauschützenmeister Hans Feldhofer, Ehrenschützenmeister Edi Schweiger, den ehem.  Vorstand Thomas Rinberger und die Ehrenmitglieder Josef Wimmer, Josef Kreuzpointner und Josef Haselwarter. Anwesend war auch der Vertreter des  Bezirkstagspräsidenten der Regierung von Oberbayern, Bezirksrat Josef Kirchmeier, der später im Festzelt einen Erinnerungsteller des Regierungsbezirks  Oberbayern überreichte. Die Grußworte vom Schirmherrn, vom stellv. Landrat Oberpaul und vom 1. GschM Rudi Berghammer konnten gerade noch über  die Bühne gehen, aber dann hatte der Wettergott kein Erbarmen mehr und ließ es heftig und andauernd regnen. Die Gäste verließen zum Teil fluchtartig  den Kirchplatz und suchten Schutz im Festzelt. Da der Regen von Dauer war, mußte der für Nachmittag geplante Festzug entfallen und die bestellten  Kutschen mußten unverrichteter Dinge nach Hause fahren. Dies tat jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Buchbacher Blasmusik sorgte nach  der Verleihung der Erinnerungsbänder für viel Schwung und Gaudi, so daß einige wesentlich länger blieben, als sie eigentlich vor hatten. Montag, den 7.7.1986  -  Tag des Festwirts mit Tag der Betriebe, Kesselfleischessen und Feuerwerk Am Montag veranstalteten die Festwirtseheleute Anton und Elisabeth Rampl einen Tag der Betriebe mit Kesselfleischessen und großem Feuerwerk. An  diesem Tag konnten die Schützenmitglieder ohne jeglichen Druck den Abschluß dieses großen Festes feiern. Die Veranstaltung war hervorragend besucht  und die Stimmung stieg von Stunde zu Stunde. Die Kapelle Ringsquandl, die allen von unseren Schützenbällen bekannt war, hatte der Festwirt einen  Glücksgriff gemacht. Sie verstand es, die Besucher von den Sitzen zu reißen, ja sogar manchem vom Tisch, wie Bürgermeister und Schirmherr Georg  Loher sicher bestätigen kann. Das Feuerwerk des Festwirts, erstmals in Steeg und Buchbach aufgeführt, war vom Feinsten und bildete einen großartigen  Abschluß dieser wunderbaren Tage.  1987: Übergabe der neuen Schützenchronik durch 1. SchM Franz Rampl Franz Rampl, 1. SchM u. Sport- u. Jugendleiter, übergab am 25.9.1987 die von ihm erstellte und weitgehend bebilderte Chronik über 100 Jahre  Schützengesellschaft Steeg 1886. Ein imposantes Werk, das er mit den Worten, es sei eine reizvolle, wenn auch langwierige Aufgabe gewesen, die  Chronik zu erstellen. Mehr als 1000 Arbeitsstunden stecken in  dieser Chronik, trotzdem war es immer wieder ein Erlebnis, die Geschichte der  Gesellschaft und der Ortschaft Steeg von Beginn an kennenzulernen.  Nach Beendigung einer solchen Aufgabe fühlt man gewiß Genugtuung, diese bewältigt zu haben, gleichzeitig tritt aber die Befürchtung auf, was in den  nächsten 100 Jahren alles geschehen wird, wenn man bedenkt, daß in den ersten 100 Jahren, zwei Weltkriege die Menschen in Angst und Schrecken  stürzten und auch jetzt auf der Welt Kriege und Unterdrückung herrschen.  Deshalb forderte er die Jugend auf, seid kameradschaftlich, schätzt den Nächsten und sucht die Geselligkeit, denn dort wo ein geordnetes und  zufriedenes Zusammenleben stattfindet, lassen sich die noch so großen Aufgaben und möglichen Schicksalsschläge leichter bewältigen.  Sein Dank gilt vor allem Josef Kreuzpointner, der als Protokollführer über mehr als die Hälfte der bisherigen Geschichte der Gesellschaft  - was wohl  einmalig ist  -  die Geschehnisse weitgehendst festhielt und die Erstellung der Chronik, zumindest ab 1928 erheblich erleichterte. Dem jetzigen Protokollführer, Herbert Holbl und allen ihm folgenden Protokollführer, wünschte er viel Freude an ihrer Tätigkeit, verbunden mit dem  Wunsch, daß sie die Chronik sorgfältig weiterführen, wobei auch Ereignisse in der Ortschaft Steeg miterfaßt werden sollten. Nur hierdurch werde  sichergestellt, daß eine lückenlose Geschichte für die Nachkommen erhalten bleibt.   Der Schützengesellschaft Steeg 1886 und ihren Mitgliedern wünschte er für die Zukunft, Kameradschaft, Zusammenhalt, Einigkeit in der Zielsetzung und  weiterhin eine glückliche Hand, wenn es darum geht, unsere schöne Schützensache mit ihrer jahrhundertealten Tradition zu pflegen und zu fördern.  Gleichzeitig gab er seinen Entschluß bekannt, nach 14 Jahren als Sport- u. Jugendleiter, zweiter und erster Schützenmeister aus privaten Gründen  nicht mehr für ein Amt in der Vorstandschaft zur Verfügung zu stehen.  Mitgliedererfassung per EDV Zur Vereinfachung des Verwaltungsapparates werden die Mitglieder seit Mitte 1987 per EDV erfasst. Die Mitgliederzahl beläuft sich  per 1.9.1987 auf 189.  1988: 1200-Jahr-Feier Buchbach Unter der Federführung der Schützengesellschaft Steeg 1886 und von Max Kopplinger wurden alle Einwohner von Steeg und Umgebung, sowie die  Mitglieder des Vereins zur  Teilnahme am Festzug anläßlich der 1200-Jahr-Feier in Buchbach eingeladen. Dazu fand unter Leitung von Max Kopplinger eine Versammlung statt, wobei sich der Vorschlag herauskristallisierte, einen Wagen mit dem Steeger Schloß und einen mit dem Steeger Wappen, das Harry Albrecht bereits für die Fahnenweihe erstellte und das jetzt im Schützenheim hängt, zu stellen, heraus. Die Nachbildung des Steeger Schlosses wurde von den Vereinszimmerern und Harry Albrecht erstellt und beides auf einem Festwagen montiert. Die  Nachbildung des Steeger Schlosses steht nun beim Schützenmitglied Alfred Franzl in Kagen zur Aufbewahrung. 1989: Harry Albrecht Landesschützenkönig           siehe Bildergalerie  Großer Jubel in Steeg um den neuen Landesschützenkönig  Am letzten Oktoberfestsamstag um 16 Uhr war es sicher, daß Harry Albrecht beim Oktoberfest-Landesschießen  1989 mit einem 27,5 Teiler neuer Landesschützenkönig war. Emsiges Treiben ist daraufhin bei der Schützenge- sellschaft Steeg 1886 entstanden. In aller Eile wurde schließlich ein Bus organisiert und die Mitglieder verständigt, um Harry Albrecht zur Sieger ehrung am letzten Oktoberfesttag ins Schützenzelt zu begleiten. Zusammen mit 20   Schützen und Schützenfrauen ist der neue Landesschützenkönig durch den Spielmannszug des Bayerischen Sport-  schützenbundes empfangen worden. Bei der Siegerehrung erhielt Harry Albrecht neben einem Geldpreis auch die Fahne des Landesschützenkönigs 1989, eine Wandertrophäe und die Königskette. Die Schützengesellschaft Steeg   1886 erhielt wegen der Leistung von Harry Albrecht ebenfalls einen ansehnlichen Geldpreis. Siehe Pressebericht! Harry Albrecht hat von 1500 Schützenkönigen und Vizekönigen aus ganz Bayern, die alle nur einen Schuß auf die Königsscheibe abgeben durften, einen  27,5 Teiler erzielt. Nach Angaben der Schießleitung ist dies der beste Teiler, seit der Landesschützenkönig ausgeschossen wurde.  Harry Albrecht zu Ehren wurde dann auch noch ein Empfang mit dem 1. Bürgermeister Georg Loher, dem Bezirksschützenmeister Josef Niedermeier, den  Vertretern des Gaues Mühldorf und natürlich den Steeger Schützen abgehalten und seine Leistung entsprechend gewürdigt.  Siehe Pressebericht! Siehe Presseberichte 1             Weiterer Pressebericht 3  Harry Albrecht unerwartet verstorben Leider war es ihm und folgend dem Verein nicht vergönnt, am in nächsten Jahr folgenden Oktoberfestzug mit ihm als Landesschützenkönig vertreten zu  sein. Harry Albrecht verstarb schnell und unerwartet am 3. März 1990. Der Verein und seine Sportschützen haben ihm auf dem letzten Weg sein Geleit  gegeben und in den Trauerreden seine außerordentlichen Leistungen und seine Menschlichkeit gewürdigt. Posthum wurde ihm in der nächsten  Mitgliederversammlung das Protektoratsabzeichen verliehen.    Pressebericht (Nachruf) 2!  Harry Albrecht bleibt den Steeger Schützen nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge, sondern vor allem auch durch die von ihm gemalte Riesen-  Schützenscheibe mit dem Vereinswappen und dem für die 1200-Jahr-Feier von Buchbach gefertigem Steeger Miniaturschloss in Erinnerung.       Ein alter Brauch wurde wieder belebt. Am 31.12.1992 fand wieder einmal ein Silvesterschießen oder auch Strohschießen genannt, statt. Die Wirtsstube  war gut gefüllt und die Stimmung hervorragend. So wurde das neue Jahr dann auch in bester Laune begrüßt. 1992: Silvester- und Strohschießen wieder belebt 1993: Elke Thran mit Luftgewehr Oberbayerns Beste und erneuter Aufstieg in die Bezirksliga Elke Thran siegt im Dreistellungskampf  Elke Thran von der Schützengesellschaft Steeg 1886 hat bei der Oberbayerischen Meisterschaft auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück mit  583 Ringen (liegend 199, stehend 190, kniend 194) den ersten Platz im Luftgewehr-Dreistellungskampf der Jugend belegt. Die talentierte Schützin war  erst in der letzten Saison zu den Steeger Schützen gewechselt, deren erste Mannschaft sie verstärkt.  Dieser große Erfolg reiht sich in eine Vielzahl von Siegen in ihrer noch jungen Sportlerkarriere ein:  So errang Elke Thran von 1989 bis 1993 insgesamt  neun Gaumeistertitel und zweite Plätze in den Disziplinen Luftgewehr und Kleinkaliber. Sie war bereits 1990 oberbayerische Meisterin, sechste der  bayerischen Meisterschaft, vierte bei der deutschen Meisterschaft in der Schülerklasse und 1992 fünfte bei der oberbayerischen Meisterschaft in der  Jugendklasse.  Steeger Schützen steigen in Bezirksliga auf      -     Nach 13 Jahren wieder auf der Erfolgswelle  Die erste Mannschaft der Schützengesellschaft Steeg 1886 schaffte nach dem Abstieg im Jahr 1980 nach 13 Jahren wieder den Sprung in die Bezirksliga.  Mit dem Sieg in der Gauliga Mühldorf, zu dem noch ein Entscheidungswettkampf gegen Birkhahn Neumarkt St.Veit mit 1487 : 1475 Ringen gewonnen  wurde, qualifizierte sich Steeg I  für die Aufstiegskämpfe in Bad Wiessee. Dort haben sie Nervenstärke bewiesen und mit 1491 (Christian Rampl 384  Ringe, Elke Thran 377 Ringe, Cornelia Thran 365 Ringe und Wolfgang Thran 365 Ringe) den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Waren es 1974 noch die Brüder Anton, Franz und Gottfried Rampl, die zusammen mit Gerhard Greimel den Aufstieg in die Bezirksliga schafften und dort  bis 1980 verblieben, so sind nun die Familie Thran und Christian Rampl die Leistungsträger des Vereins. In der Einzelwertung der Gaurundenwettkämpfe  1992/93 belegte Elke Thran mit einem Ringdurchschnitt von 376,7 den zweiten, Christian Rampl mit 375,4 den dritten, Wolfgang Thran mit 368 den  sechsten Platz in der Jugendklasse, Cornelia Thran mit 355 Ringen den 3. Platz in der Juniorenklasse und Rampl Gottfried den 2. Platz. In Luftgewehr 3-  Stellung belegte Elke Thran mit 575 Ringen den 2. Platz und wurde später in dieser Disziplin Oberbayerische Meisterin. Die 1. Mannschaft ist leider bereits 1994 wieder in die Gauoberliga abgestiegen. Aber auch die 2. Mannschaft mit Anton Rampl, Rudi Ramsauer, Max Deinböck und Rainer Hundmeyer stellte ihre Leistungsfähigkeit mit dem ersten Platz  in der B-Klasse unter Beweis. In der Einzelwertung belegten Anton Rampl mit 359,5 Ringen den dritten und Rudi Ramsauer mit 356,87 Ringen den vierten Platz. Den Erfolg dieser Saison rundete die Mannschaft Steeg III mit Günther Schmidt, Herbert Holbl, Herbert Rott und Hildegard Thran mit dem zweiten  Platz in der C-Klasse ab.  Mit diesen Erfolgen ist die Schützengesellschaft Steeg 1886 nach einer kurzen Durststrecke wieder in die Spitze des Schützengaues Mühldorf  zurückgekehrt.